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Gedenkbuch

Grossmann, Marta

geb. Ransohoff

Marta Grossmann wurde am 27. Januar 1902 in Düsseldorf geboren. Ihre Eltern Carl Ransohoff und Paula Alsberg führten in Düsseldorf das Bettengeschäft Gebrüder Alsberg. Marta hatte noch zwei Geschwister: die Schwester Änne (geboren 1898) und den Bruder Max Ransohoff (geboren 1899).

Marta heiratete den Kaufmann Fritz Grossmann. Nach der Ehe wurde er Geschäftsführer der Düsseldorfer Filiale. Auch ihr Mann Fritz (eigentlich Friedrich) Grossmann war gebürtiger Düsseldorfer. Er war am 27. Juli 1888 als Sohn von Josef und Rosalie Grossmann, geborene Bernstein, zur Welt gekommen.
1920 verstarb ihr Vater Carl Ransohoff und wurde auf dem jüdischen Friedhof in Krefeld begraben. Ihre Mutter Paula verstarb vier Jahre später.

Marta und Fritz Grossmann wurden am 8. Mai 1926 zum ersten Mal Eltern: sie nannten ihren ersten Sohn Gerd. Am 21. Dezember 1927 kam der Sohn Werner zur Welt. Das Ehepaar Grossmann wohnte mit ihren beiden Söhnen in Düsseldorf auf der Schadowstraße 26. Auf der Schadowstraße war auch das Geschäft. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das Geschäft für Betten, Bettwaren, Dekorationen und Polstermöbel boykottiert. 1938 wurde das Geschäft von der Firma Hönscheidt „arisiert“. Mittlerweile wohnte die Familie Grossmann in der Wagnerstraße 40.

Ihr Söhne Werner und Gerd konnten kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 mit dem letzten Düsseldorfer Kindertransport nach England geschickt werden. Auch Marta und Friedrich Grossmann wollten die eigene Emigration in die Wege leiten. Ihr Mann Fritz Grossmann wurde am 3. Juli 1939 beim versuchten Grenzübertritt von der Gestapo Aachen festgenommen und in das KZ Dachau gebracht. Von dort wurde er am 27. September 1939 ins KZ Buchenwald überführt. Dort wurde sein Tod am 28. Februar 1940 in den Sterbebüchern des Lagers vermerkt

Marta Grossmann lebte zuletzt in der Talstraße 3 bei ihrer Schwiegermutter Rosalie Grossmann. Marta Grossmann wurde am 10. November 1941 mit der zweiten großen Düsseldorfer Deportation ins Ghetto Minsk deportiert. Sie hat nicht überlebt. Ihre Schwiegermutter Rosalie Grossmann wurde am 21. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 21. September 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf