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Gedenkbuch

Loeb, Hedwig

Hedwig Loeb wurde am 17. August 1893 in Köln geboren. Sie hatte mindestens eine Schwester: Paula Loeb (geboren am 10.09.1898 in Köln), diese lebte in Worms und zuletzt in Köln. Von dort wurde sie am 22. Oktober 1941 in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert.

Hedwig Loeb arbeitete als Hausgehilfin und wohnte eine Zeit lang in Düsseldorf in der Kruppstraße 27. Am 12. August 1937 kehrte sie in ihre Geburtsstadt Köln zurück. Kurz nach der Pogromnacht 1938 zog sie am 15. November 1938 von Köln nach Solingen in die Wupperstraße 23. Sie lebte und arbeitete dort als Hausangestellte für die Familie Georg Giesenow. Als Lohn erhielt sie 35 RM. Ihr Arbeitsbuch trug die Nummer 181/230458.

Hedwig Loeb wurde am 26. Oktober 1941 von Solingen nach Düsseldorf gebracht und am nächsten Tag in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Sie wurde in das Zimmer 4 der Kollektivunterkunft Fischstraße 21 eingewiesen. Im Dezember 1941 erhielt Hedwig Loeb zwei Zahlungen: eine über 9,60 Mark und eine über 24,15 Mark. Sie führte davon jeweils zwei Drittel als Beitrag an die Solidargemeinschaft des „Düsseldorfer Kollektivs“ ab. Im Ghetto arbeitete sie im „Arbeitsressort Marysin II“ auf der Plantage.

Am 4. Mai 1942 versuchte Hedwig Loeb ihre „Ausreiseaufforderung“, die sie für den IV. Transport am 7. Mai 1942 erhalten hatte, aufgrund ihrer Arbeitsstelle im Ghetto aufheben zu lassen. Daraufhin wurde sie von diesem Transport befreit, jedoch auf einer „Überkontingent“-Liste vermerkt. Mit einer der späteren Maideportationen 1942 wurde sie in das Vernichtungslager Chełmno gebracht und ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf