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Gedenkbuch

Eltzbacher, Meta

geb. Elkan

Meta Elkan kam am 25. August 1874 in Rees im Kreis Wesel zur Welt. Sie hatte mit Sally (1876-1932) einen älteren Bruder. Es folgten die zwei jüngeren Brüder Louis (geboren 1878) und Joseph (geboren 1885). 

Am 31. Oktober 1894 heiratete Meta Elkan den Pferdehändler Louis Eltzbacher (1861-1930). Die Eheleute wohnten in Neuenkirchen, wo 1896 ihre Tochter Hedwig (1896-1961) geboren wurde. Zwei Jahre später folgte der Sohn Josef (geboren 1898). Meta Eltzbacher war von etwa 1900 bis 1930 Vorsitzende des „Israelitischen Frauenvereins“, während ihr Mann Louis Eltzbacher in den Jahren 1918 und 1919 Mitglied des Gemeinderates in Neuenkirchen war. 

Meta Eltzbachers Bruder Louis Elkan wohnte in Düsseldorf und wurde hier 1918 für drei Jahre zum stellvertretenden Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde gewählt. Zudem bekleidete er das Amt des Schatzmeisters. 1933 war Louis Elkan Stadtverordneter für die Deutsche Demokratische Partei.
Metas älterer Bruder Sally, der als Zahnarzt in Mülheim an der Ruhr arbeitete, verstarb 1932 im Alter von 56 Jahren. Ihr Bruder Joseph Elkan wurde ebenfalls Zahnarzt und praktizierte 1937 in Düsseldorf auf der Königsallee 68.

Metas Ehemann Louis Eltzbacher erkrankte an Leukämie. Er verstarb am 4. September 1930 im Alter von 69 Jahren an den Folgen der Erkrankung. Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes zog Meta Eltzbacher von der Detmolder Straße 9 in Neuenkirchen zu ihrer Tochter Hedwig nach Horn, die dort mit ihrem Mann Walter Sondermann lebte. Sie hatten 1921 geheiratet.

Währenddessen wohnte Metas Sohn Josef Eltzbacher mit seiner Frau Hildegard in Düsseldorf, wo er eine Wäscherei betrieb, die während des Pogroms im November 1938 überfallen und zerstört wurde. 

Nachdem Metas Tochter Hedwig und ihr Mann Walter Sondermann 1939 in die USA emigrierten zog Meta Eltzbacher aus Horn zu ihrem Sohn Josef in die Kaiser-Wilhelm Straße 15 nach Düsseldorf. Im März 1941 unternahm sie den Versuch zu ihrer Tochter Hedwig in die USA auszureisen, was jedoch misslang. Kurze Zeit später zogen Meta Eltzbacher, ihr Sohn Josef und ihre Schwiegertochter Hildegard zur Untermiete in ein sogenanntes Judenhaus auf der Charlottenstraße 61. Ihr Einzug wurde im Hausbuch für den 21. Juli 1941 dokumentiert. 

Am 22. April 1942 wurden ihr Sohn Josef und ihre Schwiegertochter Hildegard von Düsseldorf aus in das Ghetto Izbica deportiert. Sie haben nicht überlebt.

Nur wenige Monate später wurde die fast 68-jährige Meta Eltzbacher am 21. Juli 1942 von Düsseldorf aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Aus dem Ghetto wurde sie am 21. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.

Meta Eltzbachers Tochter Hedwig lebte bis zu ihrem Tod in den USA und verstarb am 21. Oktober 1961 in Indianapolis. 

Metas Bruder Joseph Elkan war 1937 mit seiner Familie nach Southampton emigriert. Ihr Bruder Louis Elkan floh nach den Novemberpogromen mit seiner Frau zu seinen Töchtern in die USA. Hier verstarb er 1957 mit 79 Jahren.

Autorin: Frederike Krenz, Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf