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Gedenkbuch

Müller, Jenny

geb. Süßkind

Die am 4. Oktober 1883 in Mönchengladbach geborene Jenny Süßkind war die Tochter des Viehhändlers und Handelsmann Meyer Süßkind. Ihr Vater war am 23. Mai 1856 in Wickrathberg als Sohn von Benedikt Bendix Andreas Süßkind und Henriette Süßkind, geborene Katz, zur Welt gekommen. Mit Jennys Mutter Regina Servos hatte ihr Vater weitere fünf Kinder: Hermine (geboren 1884), Selma (geboren 1885), Alfred (1890-1891), Benno (geboren 1893) und Meta (geboren 1887).

Jenny Süßkind heiratete 1906 in Mönchengladbach den Kaufmann Moritz Müller. Ihr Mann war 1883 in Gelsenkirchen zur Welt gekommen. Am 12. Mai 1907 wurde in Gelsenkirchen ihre Tochter Edith geboren. Am 2. Juli 1908 folgte der Sohn Hans. Am 18. Oktober 1911 zog Jenny Müller mit ihrer Familie von Essen kommend nach Düsseldorf in die Hüttenstraße 97. Am 7. Mai 1912 kam in Düsseldorf der Sohn Oskar Hugo Müller zur Welt.

Ihr Mann Moritz Müller starb am 24. Februar 1915 als Soldat im Ersten Weltkrieg.

Am 25. Oktober 1917 verstarb ihre Mutter Regina Süßkind in Düsseldorf im Alter von 61 Jahren. Sie wurde auf dem Alten Jüdischen Friedhof an der Ulmenstraße begraben. Am 4. September 1919 heiratete ihr Vater Meyer Süßkind in Berlin-Schöneberg in zweiter Ehe Johanna (Anna) Zaduk (geboren 1867 in Schwerin an der Warthe). Sie zog zu ihm nach Düsseldorf. Auch sie verstarb vor ihm am 5. August 1932.

Bei ihrer Wiederanmeldung in Düsseldorf am 16. Mai 1939 im Haus Stromstraße 7 wurde Jenny Müller als Kriegerwitwe in das Hausbuch eingetragen. Zuvor hatte sie im Ostseebad Kühlungsborn gewohnt. Nach einem kurzen Aufenthalt in Mönchengladbach zog sie wieder nach Düsseldorf und wohnte ab dem 9. Januar 1942 zur Untermiete im Judenhaus Steinstraße 60.

Am 30. Januar 1942 zog Jenny Müller in das Altenheim der Jüdischen Gemeinde in die Grafenberger Allee 78. Am 3. Juni 1942 zog auch ihr Vater Meyer Süßkind dorthin. Am 21. Juli 1942 wurde Jenny Müller zusammen mit ihrem Vater in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Der 86-Jährige verstarb am 20. August 1942 im Ghetto. Am selben Datum wurde auch der Tod der 59-Jährigen Jenny Müller im Ghetto Theresienstadt vermerkt.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf