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Gedenkbuch

Liffmann, Berta

Am 3. November 1909 wurde Berta Liffmann in Mönchengladbach geboren. Ihr Vater war der Viehhändler Moritz Liffmann (1882 – 1942). Sie hatte noch fünf Geschwister: Wilhelm, Erwin, Helmut, Ilse und Helga. Ihre Mutter Johanna, geborene Carls, verstarb am 24. März 1934 in Mönchengladbach.

Berta Liffmann absolvierte eine Ausbildung zur Verkäuferin. Sie wohnte in Düsseldorf in der Sophienstraße 14. Am 30. August 1935 zog sie nach Dortmund. Um 1940 hat sie in Kassel gewohnt. Zuletzt lebte sie wieder in Mönchengladbach bei ihrem Vater und den Geschwistern Helmut und Erwin. 

Zusammen mit ihnen wurde Berta Liffmann am 27. Oktober 1941 über Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Dort musste sie zusammen mit ihren Familienangehörigen und 50 weiteren Kollektivmitgliedern in das Zimmer 7 der Kollektivunterkunft Fischstraße 21 einziehen. In Ghetto-Dokumenten (Hausbuch Fischstraße 25) wurde ihr Beruf als „Beamtin“ angegeben. Ihr Vater konnte Anfang Mai 1942 für seine ganze Familie die Zurückstellung vom VIII. „Aussiedlungstransport“ am 11. Mai 1942 erreichen.

Nach der Auflösung der Kollektivunterkünfte zog Berta Liffmann mit ihrem Vater und ihrem Bruder Helmut (1916-1944) am 5. Juni 1942 in die Wohnung 13 in der Fischstraße 25. 

Berta Liffmann überlebte bis Mitte des Jahres 1944 im Ghetto von Litzmannstadt/Łódź. Sie wurde im August 1944 im Zuge der Auflösung des Ghettos nach Auschwitz gebracht. Von dort kam sie am 28. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof. Sie erhielt dort die Gefangenen Nummer 75960. Sie ist vermutlich im Lager Stutthof verstorben. Ein genaues Todesdatum ist bisher nicht bekannt.
Ihr Bruder Erwin Liffmann war einer der wenigen Überlebenden des Düsseldorfer Deportationstransports in das Ghetto Litzmannstadt/Łódź.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf