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Gedenkbuch

Goge, Julie

geb. May

Julie Goge wurde am 2. Januar 1875 als Tochter von Wilhelm und Ernestine May im oberfränkischen Oberlangenstadt im Kreis Kronach geboren. Sie heiratete den Kaufmann Max Moritz Goge (geboren 1867 in Berlin). Am 19. Mai 1898 kam Tochter Erika in Leipzig zur Welt. Die Familie wohnte zunächst in Leipzig, zog dann nach Stuttgart. Dort wohnte Julie Goge mit ihrem Ehemann in der Urbanstraße 48. Am 6. Juli 1934 zogen sie von Stuttgart nach Düsseldorf in das Haus Stromstraße 4. Hier wohnte bereits seit 1931 ihre Tochter Erika mit ihrem Mann Erich Hofmann und dem 12-jährigen Sohn Hans.

Am 30. September 1938 mussten die beiden Familien in eine kleinere Wohnung in die Freytagstraße 8 umziehen. Wenige Wochen später, während der Pogromnacht vom 10. November 1938, wurden sie überfallen, ihre Möbel demoliert und auf die Straße geworfen. Mit im Haushalt lebte zu diesem Zeitpunkt auch noch Erika mit ihrem Ehemann Erich Hofmann. Hans Hoffmann war bereits im März 1938 nach Italien ausgereist.

Die Familie Hofmann konnte sich am 11. Oktober 1939 nach Brüssel in Belgien abmelden und von dort in die Vereinigten Staaten einwandern. Die 64-jährige Julie Goge blieb mit ihrem 72-jährigen Ehemann Max Moritz Goge in Düsseldorf zurück.

Am 17. Juni 1940 verstarb Moritz Goge und wurde auf dem neuen jüdischen Friedhof an der Ulmenstraße begraben. Am 15. Juni 1942 wurde Julie Goge von Düsseldorf aus ins Ghetto Izbica im Bezirk Lublin deportiert. Sie hat nicht überlebt.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf