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Gedenkbuch

Feldhahn, Alfred

Alfred Feldhahn wurde am 8. Juni 1880 in Mainstockheim geboren. Er hatte mindestens noch einen Bruder, Fritz Feldhahn (09.02.1892 Mainstockheim, Kreis Kitzingen – 1942 Izbica). Haupterwerbszweig der jüdischen Familien dort war der Handel mit Wein. So unterhielt in den 1920er-Jahren ein Verwandter von ihm in Würzburg die Weingroßhandlung „H. Feldhahn“. Alfred Feldhahn selbst betrieb zu dieser Zeit bereits die in Velbert angesiedelte Schlossfabrik „Feldhahn & Co“. Seine Düsseldorfer Adresse war zu diesem Zeitpunkt Kaiser-Wilhelm-Straße 59. In Düsseldorf lebte er bereits vor dem Ersten Weltkrieg. Am 7. Februar 1914 war er offiziell aus der Düsseldorfer Synagogengemeinde ausgetreten.

In den 1930er-Jahren zog Alfred Feldhahn in die Karlstraße 26 und am 17. August 1939 in die Graf-Adolf-Straße 104. Sein Name steht auf einer im Ghetto von Litzmannstadt/Łódź erstellten Liste mit „Personen, die beim Militär waren (Kollektiv Düsseldorf)“. Im Ghetto von Litzmannstadt/Łódź wurde Alfred Feldhahn in das Zimmer 1 der Kollektivunterkunft Fischstraße 21 eingewiesen. Vom 4. Januar bis zum 14. Januar 1942 befand er sich in einem der Ghetto-Krankenhäuser.

Alfred Feldhahn wurde am 7. Mai 1942 aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź nach Chełmno gebracht und dort am nächsten Tag ermordet. Bei seiner Würzburger Bank, der Fürstlich Castell’schen Privatbank, befindet sich im Archiv ein Kuvert mit der Aufschrift „verzogen nach Lublin, weitere Adresse unbekannt. 24.6.42“. Dahinter verbirgt sich die Lebensspur seines Bruders Fritz Feldhahn, der wie Alfred Feldhahn noch Kunde der Bank war und ebenfalls deportiert und ermordet worden ist.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf