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Gedenkbuch

Wallach, Bernhard

Der Kaufmann Bernhard Wallach wurde am 7. April 1887 in Giesenkirchen, heute ein Stadtteil von Mönchengladbach, geboren. Seine Eltern waren Hermann und Sophia Wallach, geborene Wolff. Bernhard hatte vier Schwestern und einen Bruder.
Er heiratete die Witwe Emma Adler, geborene Simons, aus Düsseldorf-Gerresheim. Sie brachte ihren Sohn Arthur Adler (1913-1987) mit in die Ehe. Bernhard Wallach hatte noch zwei leibliche Söhne: Herbert wurde am 1. April 1921 geboren und Eugen folgte am 10. März 1927. Am 24. März 1934 feierte Herbert seine Barmizwa. Zu diesem Zeitpunkt wohnte die Familie Wallach in der Adersstraße 55.

Mitte der 1930er Jahre sorgten Bernhard und Emma Wallach für die Emigration ihrer Kinder. 1936 konnte der Sohn Arthur Adler, der vor seiner Emigration bei ihnen in der Mintropstraße 1 wohnte, nach Amerika auswandern. Am 19. März 1938 konnte Herbert Wallach nach Palästina abgemeldet werden. Der elfjährige Sohn Eugen blieb zunächst bei ihnen. Er besuchte weiterhin die Private Jüdische Schule in der Kasernenstraße. Eugen wurde zusammen mit seinen Eltern Zeuge des Überfalls auf die elterliche Wohnung im Zuge der Pogromnacht 1938. Er berichte nach dem Krieg darüber: „Ich werde immer, so lange ich leben werde, die Nazi SA-Horden sehen, wie sie unsere Wohnung verwüsteten und die Möbel aus dem Fenster warfen und auf der Straße in Brand setzten.“ Nach diesen Erfahrungen setzten Bernhard und Emma Wallach alles daran, dass auch ihr jüngster Sohn das Land verlassen konnte. Eugen konnte am 8. August 1939 mit einem Kindertransport nach Großbritannien emigrieren.

Das Ehepaar Wallach wohnte zuletzt in der Mintropstraße 1. Am 10. November 1941 wurde Bernhard Wallach mit seiner Frau in das Ghetto von Minsk deportiert. Sie haben nicht überlebt.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf