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Gedenkbuch

Schwarz, Elfriede

geb. Schwarz

Elfriede Schwarz wurde am 14. Juli 1894 in Raesfeld im Kreis Borken geboren. Ihre Eltern waren Josef und Julia Schwarz, geborene Humberg. Elfriede hatte sechs Geschwister: Helene, Johanna, Siegfried, Bertha, Amalia und Moses Max Schwarz.

Elfriede Schwarz heiratete am 8. Januar 1918 in Raesfeld ihren Cousin Oskar Schwarz. Auch ihr Mann stammte aus Raesfeld, wo er am 11. Juni 1890 zur Welt gekommen war. Ihr Mann kämpfte als Soldat im Ersten Weltkrieg. Ihre gemeinsame Tochter Margot kam am 23. August 1919 in Raesfeld zur Welt. Zunächst wohnten sie in Raesfeld im Haus ihrer Eltern. Später zog Elfriede Schwarz mit ihrem Mann und der Tochter nach Wesel.

Der Vater Levi Schwarz und einige Geschwister ihres Mannes lebten seit 1938 in den Niederlanden. Möglicherweise wollte ihr Mann auch die eigene Emigration vorbereiten oder befand sich auf Besuch in den Niederlanden, als ein Ereignis seine Rückkehr unmöglich machte. Möglicherweise waren die Verhaftungen im Zuge der Pogromnacht im November 1938 der Grund oder der Kriegsbeginn im September 1939. Auf jeden Fall lebte ihr Mann bereits 1940 in den Niederlanden, Elfriede Schwarz jedoch alleine in Düsseldorf. Sie wohnte zuletzt in der Steinstraße 60. Sie musste 1941 Zwangsarbeit in Düsseldorf leisten. Ihr Arbeitsbuch, welches sie erst im Ghetto abgeben musste, trug die Nummer 169/204588.

Elfriede Schwarz wurde am 27. Oktober 1941 von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Im Ghetto musste Elfriede Schwarz mit anderen Deportierten im Zimmer 9 der Kollektivunterkunft Fischstraße 15 leben.
Elfriede Schwarz wurde am 7. Mai 1942 aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź gebracht und am nächsten Tag in Chełmno ermordet. 

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf