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Gedenkbuch

Zum Geleit

Geleitwort

Zum Gedenken

Geleitwort

Liebe Leserinnen und Leser,

zum ersten Mal bietet die Landeshauptstadt Düsseldorf ein digitales Gedenkbuch für die während der NS-Herrschaft ermordeten jüdischen Menschen an. Seit ihrer Gründung 1987 hat die Mahn- und Gedenkstätte nach den Biografien geforscht, hat Lebensdaten, Dokumente und Briefe, aber auch Fotos zusammengetragen. Diese nun online zugängliche Zusammenstellung führt uns vor Augen, dass der Mord an den europäischen Juden nichts Abstraktes war: Menschen aus der Mitte ihres Lebens und aus der Mitte unserer Stadtgesellschaft wurden innerhalb weniger Jahre entrechtet und gedemütigt, deportiert, zur Zwangsarbeit verschleppt, ermordet. Sie alle hatten Familien und Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen. Keiner von diesen Menschen soll vergessen werden. Deswegen ist dieses Online-Gedenkbuch auch keine reine Namenliste. Vielmehr wird deutlich, dass alle diese Menschen individuelle Biografien hatten und dass ihre Ermordung bis heute schmerzt.

Ich danke der Mahn- und Gedenkstätte für ihre tagtäglich geleistete Arbeit, die eine aktive Erinnerungskultur in unserer Stadt ermöglicht. Ich danke aber besonders der stellvertretenden Leiterin, die das digitale Gedenkbuch konzipiert hat und auch weiterhin betreuen wird: Hildegard Jakobs hat seit Ende der 1990er Jahre computergestützte Datenbanken angelegt und gepflegt, Forschung in in- und ausländischen Archiven betrieben und viele Gespräche mit Überlebenden geführt. Das nun online gestellte Nekrologium ist das Ergebnis dieser jahrzehntelangen Arbeit. Zurückgreifen konnte sie dabei auf die Vorarbeiten und Forschungen von der Historikerin Dr. Barbara Suchy und der langjährigen Gedenkstättenleiterin Angela Genger, die beide ebenfalls unglaublich viele Daten und Fakten und Lebensgeschichten zusammengetragen haben. Ebenfalls gebührt der Projektmitarbeiterin Frederike Krenz Dank.

Das digitale Gedenkbuch, das fortan weiterentwickelt und ergänzt werden soll, wird Forschenden und Studierenden bei ihren Studien hilfreich sein, engagierte Bürgerinnen und Bürger bei ihren Fragen zur Stadtgeschichte begleiten, vor allem aber wird es die Angehörigen und Nachfahren der Ermordeten in aller Welt erreichen. Die Botschaft, die die Landeshauptstadt Düsseldorf damit sendet, ist eindeutig: Die Düsseldorfer Holocaust-Opfer sind nicht namenlos und sie sind nicht vergessen.

Dr. Stephan Keller

Oberbürgermeister