Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Elkan, Gertrud

Gertrud Elkan wurde am 21. Dezember 1893 in Hamburg geboren. Ihr Vater war der Kaufmann Israel genannt Isidor Elkan (1851-1898). Er hatte 1886 in Kassel Julie Regine Hirsch geheiratet. Mit ihr bekam er vier Kinder: einen Sohn und drei Mädchen. Doch der 1887 geborene Franz Eduard verstarb als Kleinkind. Die älteste Tochter Marie Sophie Elkan wurde 1889 in Hamburg geboren. Dann folgte Gertrud, und die jüngste Tochter war Dorothea Elkan, die 1895 in Hamburg zur Welt kam. Am 7. Dezember 1898 verstarb Isidor Elkan und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Ohlsdorf begraben.

Seine Frau Julie Regine Elkan zog mit den Töchtern nach Kassel. Hier besuchten die drei die Schule. Sie ließ ihre Töchter evangelisch erziehen. Julie Regine Elkan verstarb am 17. Juni 1920 in Erbach an der Bergstraße. 

Aus Frankfurt am Main war Gertruds Schwester Marie Sophie Elkan am 22. April 1918 nach Düsseldorf gezogen. Sie war Sekretärin. Sie verstarb in Düsseldorf am 21. Dezember 1932. Auch Gertrud Elkan blieb unverheiratet. Sie lebte in Düsseldorf zunächst in der Himmelgeister Straße 195. In diesem Haus befand sich das katholische Mädchenheim Bethanien.

Am 10. November 1941 wurde Gertrud Elkan von der Benrather Straße 3 (damals: Hermann-Göring-Straße) in das Ghetto von Minsk deportiert. Sie hat nicht überlebt.

Ihre ebenfalls ledige Schwester Dorothea Elkan, die ab 1920 in Hamburg an der Taubstummenschule unterrichtet hatte und 1933 als Nichtarierin entlassen worden war, gelang 1938 die Emigration nach Großbritannien. Zuvor hatte sie ab 1935 in Berlin eine Anstellung an der Israelitischen Taubstummenanstalt in Berlin Weißensee erhalten.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf