Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Leven, Auguste

Auguste Leven kam am 14. Januar 1878 in Krefeld als Tochter des Metzgers Salomon Leven und seiner Frau Sofie, geborene Bodenheimer, zur Welt. Ihr Vater war in erster Ehe mit Regine Salomon verheiratet gewesen. Aus dieser Ehe hatte Auguste zwei Halbbrüder: Emil Leven (geboren 1867) und Alexander Leven (geboren 1870). Daneben hatte Auguste Leven noch zwei ältere Schwestern Jenny (geboren 1875) und Johanna (geboren 1874) und den jüngeren Bruder Paul Leven (1879-1961). 

Ihre Mutter Sofie starb im Oktober 1881 in Krefeld. Auguste Leven war beim Tod der Mutter drei Jahre alt. Auguste Leven erlernte den Beruf der Putzmacherin und Modistin. Am 25. April 1919 eröffnete sie in Düsseldorf-Eller das Hutgeschäft „Auguste Leven – Damenputz“. Sie verkaufte Hüte, die sie in ihrem Atelier selber herstellte. Passend dazu bot sie Schirme und Handschuhe an. Hinter den Verkaufsräumen des Ladenlokals bezog sie eine kleine Wohnung. Ehemalige Kunden erinnern sich an sie als eine kleine, lebhafte Dame, die etwas hinkte.

Anfang 1938 zog Auguste Leven in eine Wohnung an der Reisholzer Straße 26. In der Pogromnacht vom 10. November 1938 wurde die zu dem Zeitpunkt 60-jährige überfallen und misshandelt, ihr Laden an der Gumbertstraße 91 demoliert und geplündert. Auguste Leven musste ihr Geschäft liquidieren. Sie selbst war gezwungen, im November 1939 in das sogenannte „Judenhaus“ Grupellostraße 8 umzuziehen. 

Im Juni 1942 wurde Auguste Leven dazu aufgefordert, sich zur „Evakuierung“ am 15. Juni nach Izbica bereitzuhalten. Sie entzog sich dieser Deportation durch Suizid am 13. Juni 1942.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf