Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Marcus, Hans Werner

Am 16. Dezember 1930 wurde Hans Werner Marcus in Düsseldorf geboren. Seine Eltern, der Kaiserswerther Kaufmann Julius Marcus und Else Stern aus Lichtenau, hatten vermutlich 1929 geheiratet. Hans Werner hatte noch eine neun Jahre ältere Halbschwester. Hanne Liese stammte aus der ersten Ehe seines Vaters. Bei Hans Werners Geburt wohnte die Familie Marcus in der Karlstraße 74. Danach lebten sie bis 1935 in der Kaiserswerther Straße 188.

Nach der Pogromnacht 1938 musste Hans Werner Marcus mit seiner Familie umziehen. Im Haus In der Lohe 7 wohnten zu dieser Zeit auch seine Tanten Johanna, Selma und Paula Marcus. Am 31. Juli 1941 musste er mit den Eltern in das „Judenhaus“ Schillerstraße 25 einziehen. Seine Schwester Hanne Liese Marcus zog am 26. August 1939 zur Antoniusstraße 11. 

Hans Werner Marcus war im fünften Schuljahr, als er zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester am 27. Oktober 1941 von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert wurde. Er gehörte zu den 39 Kindern des „Düsseldorfer Kollektivs“, die in den Jahren von 1928 bis 1934 geboren worden waren. Im Ghetto wurde er und seine Familie mit weiteren 18 Deportierten in das Zimmer 10 der Kollektivunterkunft Fischstraße 15 eingewiesen.

Hans Werner war elfeinhalb Jahre alt, als er am 14. Mai 1942 zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester mit dem XI. Transport aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź „ausgesiedelt“ und am nächsten Tag in Chełmno ermordet wurde. 

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf