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Gedenkbuch

Cohen, Eva

geb. Kamp

Eva Cohen kam am 2. April 1863 als Tochter von Alexander und Johanna Kamp, geborene Hausmann, in Krefeld zur Welt. Sie hatte zwei Schwestern und zwei Brüder. Da ihre Mutter 1868 verstarb, heiratete ihr Vater ein zweites Mal. So bekam Eva noch sieben Halbgeschwister.

1888 heiratete Eva Kamp den Kaufmann Isaac Cohen. Mit ihm hatte sie drei Söhne: Arthur (geboren 1888), Adolf (geboren 1892) und Eugen (geboren 1895). Alle drei Söhne kämpften als Soldaten im Ersten Weltkrieg. Ihr Sohn Adolf fiel 1918 in den letzten Kriegstagen.

Mit ihrem Ehemann Isaac Cohen wohnte Eva Cohen in Düsseldorf in der ersten Etage des Hauses Rather Straße 56. Im Untergeschoß des Hauses führte ihr Ehemann die Firma „J. & J. Cohen, Häute und Darmhandlung“.

In der Pogromnacht 1938 wurde Eva Cohen und ihre Familie schwer getroffen. Ihr Sohn Eugen Cohen berichtete 1960: „In der Kristallnacht wurde das Haus meines Bruders, Graf-Recke-Straße 49 am Zoo, völlig zerstört, ebenso die Wohnung meiner Eltern, Rather Straße 56, welche kurz vorher die Goldene Hochzeit bei bester Gesundheit hatten feiern können. An den Folgen der schweren Misshandlungen starb meine Mutter völlig gelähmt nach langen Qualen.“

Eva Cohen starb am 29. Dezember 1939. Ihr Sohn Eugen konnte im Juni 1939 mit seiner Ehefrau und seinem Sohn nach England auswandern. Ihr ältester Sohn Arthur und dessen Frau wurden am 27. Oktober 1941 ins Ghetto Litzmannstadt/Łódź deportiert. Sie wurden am 11. September 1942 von dort ins Vernichtungslager Chełmno gebracht und ermordet. Ihr Ehemann Isaac Cohen wurde am 20. Juli 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, er starb dort am 28. Juli 1942.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf