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Gedenkbuch

Leib, Walter

Walter Leib wurde am 15. April 1912 in Düsseldorf als Sohn von Gustav und Frieda Leib, geborene Loeb (1880- 1942), geboren. Sein Vater stammte aus Solingen, seine Mutter aus Luxembourg. Walter hatte einen Zwillingsbruder, Edgar, und noch drei Schwestern und zwei weitere Brüder: Emmi Alice Leib (1905 Metz -1999 USA), Hilde Johanna Leib (1907 Homberg-1942 Auschwitz), Martha Leib (1908 Homberg-1943 Auschwitz), Max Leib (1909 Homberg-1944 Auschwitz) und Rudolf Leo Leib (geboren 1910 in Düsseldorf).

Die Familie wohnte bei seiner Geburt in Düsseldorf in der Gartenstraße 109, der heutigen Bagelstraße 109. Seine Eltern besaßen eine Schokoladen-Großhandlung.

Von Oktober 1934 bis Februar 1936 arbeitete Walter Leib als Dekorateur und Handlungsgehilfe in Reutlingen. Er wohnte dort im Haus der jüdischen Familie Hamburger in der Wilhelmstraße 110. Ende 1936 verzog die Familie Hamburger nach Stuttgart und Walter Leib musste sich neu orientieren. Er flüchtete in die Niederlande und wohnte ab dem 25. Mai 1937 in Amsterdam. Ab dem 8. Juni 1938 war er in der Prinsengracht 75 gemeldet. Ab dem 16. September 1939 war seine Adresse Korte Houtstraat 34. Auf der Karteikarte aus der Kartothek des Judenrats in Amsterdam ist seine Adresse mit Nwe. Keizergracht 12 vermerkt. Dort wohnte er ab dem 14. Mai 1941. Auf der Archievkaart im Bestand des Archief Amsterdam ist als Beruf „Koopman“ vermerkt, auf der Karte des Judenrats „Fabrikant“.

Im Mai 1942 wurde er im Durchgangslager Westerbork interniert und von dort am 16. Juli 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Er erhielt dort nach seiner Ankunft die Häftlingsnummer 48247. Sein Tod im Lager Auschwitz wurde am 30. September 1942 in den Totenbüchern vermerkt.

Sein Zwillingsbruder Edgar Leib (1912-1975), der seit 1936 in den Niederlanden gelebt hatte, und 1943 aus dem Lager Westerbork deportiert worden war, überlebte und wurde als Häftling des KZ Mauthausen 1945 im Ötztal befreit.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf