Gedenkbuch

Lilienfeld, Lilly (Lilli)

Lilly (Lilli) Lilienfeld stammte aus Grevenstein, wo sie am 15. Februar 1899 geboren wurde. Ihre Eltern waren Salomon (Sally) und Johanna Lilienfeld, geborene Fischel. Sie hatte noch eine Schwester, Berta Lilienfeld (12.08.1885 Grevenstein, Kreis Arnsberg – 08.05.1942 Vernichtungslager Chelmno).

Am 6. Dezember 1913 verstarb ihr Vater Sally Lilienfeld in Grevenstein und wurde auf dem dortigen jüdischen Friedhof begraben.
Ihre Schwester Berta verlobte sich 1919 mit dem Neusser Kaufmann Josef Salm. Seit 1922 lebten die beiden in der Immermannstraße 67 in Düsseldorf. Lilly Lilienfeld blieb unverheiratet. Zusammen mit Julie Lilienfeld lebte sie in Freienohl. Am 7. September 1939 meldete sich Lilly Lilienfeld nach Düsseldorf ab. Sie wohnte einige Wochen im Haushalt ihrer Schwester Berta Salm. Dann meldete sie sich am 2. Oktober 1939 nach Dortmund ab. Ihre letzte Adresse in Dortmund war „Straße der SA“ (eigentlich Hohe Straße) 104.

Am 27. Oktober 1941 wurde ihre Schwester mit ihrem Ehemann in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Berta Salm wurde am 7. Mai 1942 mit dem IV. Transport aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź „ausgesiedelt“ und am nächsten Tag in Chełmno ermordet.

Am 27. Januar 1942 war Lilly Lilienfeld in das Ghetto Riga deportiert worden. Aus dem Ghetto kam sie am 1. Oktober 1944 in das Konzentrationslager Stutthof. Dort verstarb sie an „Herz- und allgemeiner Körperschwäche“ im Block 17 B am 26. Dezember 1944.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf