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Gedenkbuch

Davidsohn, Martha

geb. Daniel

Am 19. September 1879 kam in Schleusingen, Provinz Sachsen, Martha Daniel als Tochter der Eheleute Gustav Daniel und Helene Daniel, geborene Schloß, zur Welt. Ihre Schwester Jenny wurde 1883 in Weißenfeld an der Saale geboren, was auf einen Umzug der Familie hinweist.

Martha Daniel heiratete Rudolf Davidsohn. Ihr Sohn Gustav Davidsohn wurde am 12. September 1894 in Hildesheim geboren. Martha Davidsohn kümmerte sich um den Haushalt der Familie in Hildesheim. Ihr Mann betrieb einen Schuhgroßhandel (Firma „Venter und Ernst Davidsohn“) mit Filialen in Nordhausen und Halberstadt.

Am 30. September 1939 zog ihr Mann Rudolf Davidsohn von Hildesheim nach Düsseldorf in die Grunerstraße 19 zur Schwester von Martha, Jenny Hirsch. Mehrere Grundstücke (Osterstraße 56, Zingel 12) hatte Rudolf Davidsohn zuvor in Hildesheim verkaufen müssen. Am 10. Oktober 1939 folgte ihm auch Martha Davidsohn nach Düsseldorf. Zu diesem Zeitpunkt war ihrem Sohn schon die Flucht nach Buenos Aires, Argentinien, geglückt.

Am 27. Oktober 1941 wurde das Ehepaar Davidsohn von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Sie wohnten dort zunächst im Zimmer 3 der Kollektivunterkunft Fischstraße 15. Auf eine Postkarte ihrer Schwester Jenny Hirsch, geschrieben aus dem Ghetto von Łódź an Siegmund Daniel in Leipzig, schrieb Martha Daniel: „Meine Lieben! Auch von Rudolf und mir die herzlichsten Grüsse, Eure Martha“.

Im Ghetto lebte Martha Davidsohn zunächst im Zimmer 3 in der Kollektivunterkunft Fischstraße 15 und dann im Greisenheim II in der Gnesener Straße 26. Zusammen mit ihrem Mann sollte sie vom IV. „Aussiedlungstransport“ am 7. Mai 1942 zurückgestellt werden. Sie scheint jedoch ohne ihren Mann mit dem IV. Transport deportiert worden zu sein.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf