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Gedenkbuch

Blumenthal, Henriette Albertine

geb. Vasen

Henriette Vasen kam am 10. Oktober 1883 in Neuss als viertes Kind des Metzgers Carl Vasen und dessen Frau Amalie, geborene Ullmann, zur Welt. Sie hatte drei ältere Schwestern: Adele (geboren 1873), Helene (geboren 1875) und Regina (geboren 1879). Die Familie Vasen wohnte in Neuss in der Münsterstraße 3.

Nach der Heirat mit Albert Blumenthal kümmerte sich Henriette Vasen um den Haushalt der Familie und arbeitete später zusätzlich als Kassiererin. 1911 wurde in Düsseldorf ihr Sohn Heinz und drei Jahre später ihre Tochter Hilde geboren. Die Familie Blumenthal zog mehrere Male in Düsseldorf um. Ab 1913 wohnten sie in der Lichtstraße 35 und seit dem 23. Februar 1933 in der Antoniusstraße 11a. 1936 emigrierte Sohn Heinz nach Uruguay, und die Tochter Hilde heiratete. Daraufhin zogen Henriette und Albert Blumenthal in eine kleinere Wohnung in die Rolandstraße 34. Am 7. Juni 1938 zogen sie in ein nur von jüdischen Familien bewohntes Haus in der Grafenberger Allee 74.
Henriette Blumenthal und ihrem Mann war die eigene Emigration nicht mehr möglich, und sie wurden am 27. Oktober 1941 in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert.

Im Ghetto von Litzmannstadt/Łódź ist eine Reg.-Nr. für Henriette Blumenthal überliefert (34192) sowie ihre Brotkartennummer 168126. Die Verwaltung des „Düsseldorfer Kollektivs“ notierte am 24. Dezember 1941 den Eingang von 24 Mark für Henriette Blumenthal. Davon musste sie – wie alle Kollektivangehörigen – zwei Drittel abgeben. Am 14. Januar 1942 wurde Henriette Blumenthal in einem der Ghetto-Krankenhäuser behandelt. Nach dem Auszug aus der Kollektivunterkunft im Mai 1942 beantragte Henriette Blumenthal zwei Kredite: Nr. 47 wurde am 28. Mai 1942 in die Bücher eingetragen, am gleichen Tag wurde sie bei der Verteilerstelle 13 registriert. Einen zweiten Kredit, Kr.-Nr. 102, nahm sie am 20. August des gleichen Jahres in Anspruch.

Henriette Blumenthal wurde mit ihrem Mann im September 1942 während der „Sperre“ aus dem Ghetto „ausgewiesen“ und im Vernichtungslager Chełmno ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf