Gedenkbuch

Arendt, Clara

Clara Arendt wurde am 27. November 1880 in Königsberg geboren. Sie zog aus ihrer Geburtsstadt Königsberg zunächst nach Essen. Am 21. Mai 1900 zog sie nach Düsseldorf in die Konkordiastraße 81. Im Ghetto von Litzmannstadt/Łódź erhielt sie eine Pension der Oberpostdirektion über 98,64 Mark, war also als Angestellte im Postdienst beschäftigt gewesen. Clara Arendt war ledig. Viele Details über ihr Leben wissen wir leider nicht. Im Jahr 1924 machte sie eine Reise mit dem Schiff nach Durban in Afrika. Als Beruf wurde auf der Passagierliste „Sekretärin“ verzeichnet.

Ihre letzte Wohnungsadresse in Düsseldorf, vor der Deportation im Oktober 1941, war die Erasmusstraße 18 in einem so genannten „Judenhaus“. Dorthin war sie am 18. August 1941 gezogen, kommend von einer Wohnung in der Jülicher Straße 102.

Clara Arendt wurde am 27. Oktober 1941 in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Dort wurde sie mit 63 weiteren Personen aus dem Transport in das Zimmer 8 der Kollektivunterkunft in der Fischstraße 15 eingewiesen. Am 8. Mai 1942 wurde Clara Arendt aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź „ausgesiedelt“ und am nächsten Tag im Vernichtungslager Chełmno ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf