Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

David, Ottilie

geb. Eichwald

Ottilie Eichwald wurde als Tochter von Julius und Amalie Eichwald, geborene Horwitz, am 2. September 1859 in Wellinghofen (heute ein Stadtteil von Dortmund) geboren. Sie wuchs mit sechs Geschwistern auf. Die Familie Eichwald zog an den Niederrhein nach Krefeld. Dort heiratete Ottilie Eichwald am 2. März 1888 Louis (Ludwig) David. Ihr Mann stammte aus Großendorf, wo er am 30. Juni 1861 zur Welt gekommen war.

Ihr erster Sohn, Max, wurde am 10. März 1890 in Krefeld geboren. Die beiden anderen Söhne kamen bereits in Flensburg zur Welt: Harry am 5. Dezember 1895 und Julius am 21. Juli 1900. Anfang der 1930er Jahre lebte Ottilie David und ihr Mann in Düsseldorf. Sie wohnten in der Kölner Straße 303. Am 15. März 1932 starb Louis David in Düsseldorf.

Ottilies Söhne Max und Harry kümmerten sich nun um ihren Unterhalt und brachten die 75-Jährige 1934 ins jüdische Altersheim Rosenau in (Essen-)Werden. Das Haus war 1914 von dem Düsseldorfer Ehepaar Otto Fleck (1861-1924) und Käthe Fleck geborene Brasch gegründet worden. Zunächst als Erholungsheim im wegen seiner schönen Lage und guten Luft beliebten Ausflugsort Werden gedacht, wandelte es sich mit den Jahren mehr zum Kranken- und Altenheim der jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Als das Haus Ende 1938 geschlossen werden musste, kehrte Ottilie David am 13. November 1938 für kurze Zeit nach Düsseldorf zurück, wo sie in der Schinkelstraße 66 gemeldet war.

Im März 1939 schickte sie ihr Sohn Max David nach Amsterdam, wo seit 1936 der Sohn Harry David mit seiner Familie lebte. Zunächst war sie in der Biesboschstraat 19 gemeldet, dann unter diversen Adressen, die auf ihrer Meldekarte im Einzelnen nicht verzeichnet wurden.

Ab dem 3. März 1942 lebte Ottilie David in Amsterdam in einer Pension, die von dem jüdischen Niederländer Salomon Mok geführt wurde und sich in der Ruiyschstraat 37 befand. Am 6. Februar 1943 wurde Ottilie David mit anderen Bewohnern ins Polizeiliche Durchgangslager Westerbork eingeliefert und von dort am 18. Mai 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort am 21. Mai 1943 ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf