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Gedenkbuch

Albersheim, Bertha

Bertha Albersheim kam am 16. Mai 1869 als Tochter des Gerbers und Kaufmanns Leeser Albersheim (1828-1895) und seiner Frau Julie Albersheim (1832-1897), geborene Wertheim, in Borken in Westfalen zur Welt. Ihre Eltern hatten am 26. April 1860 geheiratet. Mit Sophie (1860-1914), Meyer Moritz (1861-1915), Hugo (1865-1927) und Jacob Julius (1867-1925) hatte sie vier ältere Geschwister.

Am 26. Mai 1895 verstarb Berthas Vater Lesser Albersheim im Alter von 67 Jahren in Gelsenkirchen. Nur zwei Jahre später starb auch ihre Mutter Julie Albersheim mit 65 Jahren in Emmerich. Bertha Albersheim wohnte zunächst in Emmerich auf der Steinstraße 4, wo sie mit ihrer Schwester Sophie Albersheim das Geschäft „Universal Bazar“ führte. Ihr Brüder Hugo und Julius Albersheim führten in Emmerich eine Manufakturwarenhandlung in der Kaßstraße 61. Nach dem Tod ihrer Schwester war Bertha Albersheim die alleinige Eigentümerin ihres Geschäftes. Es wurde 1938 während des Pogroms verwüstet.

Bertha Albersheim zog am 10. Juni 1940 nach Düsseldorf. Hier wohnte sie für kurze Zeit in dem sogenannten Judenhaus in der Schützenstraße 39. Am 31. August 1940 zog Bertha Albersheim nach Rheydt in das jüdische Altersheim auf der heutigen Friedrich-Ebert-Straße (damals Horst-Wessel-Straße 80). Das Haus wurde geführt von der Schwester des Düsseldorfer Rabbiners Dr. Siegfried Klein. Meta Klein und sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner des Heimes, darunter auch Bertha Albersheim, wurden am 25. Juli 1942 über Düsseldorf in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Aus dem Ghetto Theresienstadt wurde Bertha Albersheim am 29. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort ermordet. 

Autorin: Frederike Krenz, Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf