Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Freimark, Alfred Ludwig

Am 28. Juli 1923 wurde Alfred Ludwig Freimark in Sontra im Kreis Rotenburg geboren. Er blieb das einzige Kind des Metzger Emanuel Freimark und dessen Frau Henriette, geborene Spier. Kurz nach seiner Geburt ließen sich seine Eltern in Düsseldorf nieder. Sein Vater betrieb zusammen mit seinem Bruder Bernhard Freimark die Metzgerei „Freimark und Ermann“ in der Hohe Straße 8 und 1933 in der Kölner Straße 60 (in der NS-Zeit: Horst-Wessel-Straße). Privat wohnte Alfred Ludwig mit seinen Eltern in der Ackerstraße 107.

Alfred Ludwig Freimark besuchte in Düsseldorf die private jüdische Volksschule in der Kasernenstraße. Einige Zeichnungen, die er dort gemalt hat, sind erhalten geblieben. Nach seiner Schulzeit begann er eine Lehre zum Polsterer. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Familie gegen ein Uhr in ihrer Wohnung überfallen und in die Toilette eingesperrt. Erst am Morgen konnten sie sich mithilfe von Nachbarn befreien und fanden ihre Wohnung völlig demoliert vor. Da die Wohnung zerstört war, zogen sie in ihr Geschäftshaus Kölner Straße 60.

Zusammen mit seinen Eltern wurde er am 27. Oktober 1941 in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Dort erhielt er über das „Düsseldorfer Kollektiv“ die Evidenznummer 0129 sowie die Brotkartennummer 168251. Im Jahr 1942 erkrankte Alfred Ludwig Freimark und musste in ein Krankenhaus des Ghettos eingeliefert werden. Anfang Mai 1942 wurde er als „ungeheilt“ entlassen und war bettlägerig. Zusammen mit seinen Eltern zog er am 22. Mai 1942 in die Fischstraße 3, Wohnung 18. Am 27. Mai 1942 verstarb Ludwig Freimark im Ghetto von Litzmannstadt/Łódź. Er wurde nur 18 Jahre alt.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf