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Gedenkbuch

Pels, Rosa Antonie

geb. Wolff

Rose Antonie (genannt Toni) Wolff wurde am 19. April 1897 als Tochter von Wilhelm und Jenny Wolff, geborene Schönhof, in Offenbach geboren. Ihr Vater Wilhelm Wolff (15.04.1873 Offenbach – 24.01.1943 Theresienstadt) war Fabrikant in Offenbach. Er führte zusammen mit seinem Schwiegervater Salomon Schönhof die Schuhfabrik „S. Schönhof Söhne“ in der Bahnhofstraße 20. Toni Wolff hatte noch eine ältere Schwester: Erika Stern, geborene Wolff (28.04.1891 Offenbach – 00.09.1942 Kulmhof [Chełmno]). Sie lebte in den 1930er Jahren ebenfalls in Düsseldorf. 

Toni Wolff heiratete den Kaufmann und Vertreter Josef Pels aus Emden und kümmerte sich als Hausfrau um ihre Familie. Am 13. Oktober 1920 wurde in Düsseldorf ihre Tochter Hannelore geboren. 

Die Familie Pels wohnte seit dem 3. Dezember 1938 in der Duisburger Straße 131. Vorher hatten sie in der Gartenstraße 69 gelebt. Am 16. Juni 1939 mussten sie in das Judenhaus Aderstraße 8 umziehen.

Toni Pels wurde am 27. Oktober 1941 zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn sowie weiteren Verwandten von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Im Ghetto wurde sie mit ihm und 72 weiteren Deportierten in die Kollektivunterkunft Fischstraße 21, Zimmer 3, eingewiesen. Am 25. Dezember 1941 notierte die Kollektivbuchhaltung den Eingang von fünf Mark für Toni Pels.

Toni Pels stand mit ihrem Mann auf einer Liste, die sie vor der Deportation aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź mit dem XI. Transport am 14. Mai 1942 bewahrte. Grund für die Rückstellung waren die Kriegsauszeichnungen ihres Mannes. Ihr Mann war allerdings bereits am 6. Mai 1942 verstorben.

Nach der Auflösung der Kollektivunterkünfte (Mitte Mai 1942) zog Toni Pels mit weiteren Mitgliedern des „Düsseldorfer Kollektivs“, darunter auch ihre Schwester Erika, am 21. Mai 1942 in die Wohnung 1 in der Sperlinggasse 22. Am 1. Juni 1942 beantragte sie in der nun für sie zuständigen Verteilerstelle 15 einen Kredit für Lebensmittel (Nr. 133). 

Toni Pels wurde im September 1942 aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź nach Chełmno gebracht und dort ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf