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Gedenkbuch

Markus, Esther

Esther Markus wurde als Tochter von Jenny Markus am 21. Mai 1940 in Düsseldorf geboren. Die Oberin des Dominikanerklosters in der Rheinallee 26/27 in Düsseldorf-Heerdt zeigte die Geburt beim Standesamt Düsseldorf-Oberkassel an. Der Name des Vaters wurde nicht vermerkt.

Ihre fünfundzwanzigjährige Mutter Jenny Markus arbeitete als Hausgehilfin. Ihre Großeltern, der Metzger Bernhard Markus und dessen Frau Mathilde Markus, geborene Mainz, waren im Mai 1939 zusammen mit ihrem Onkel Alfred Markus von Düsseldorf nach Belgien emigriert. Warum ihre Mutter Jenny damals nicht auch das Land verlassen hat, ist nicht bekannt.

Ihre Mutter heiratete Friedrich Salm. Sie brachte Esther mit in die Ehe. Am 6. Mai 1941 musste die Familie Salm in die Kölner Straße 60 (in der NS-Zeit: Horst-Wessel-Straße) – ein sogenanntes „Judenhaus“ – umziehen. 

Die kleine Esther war erst ein Jahr alt, als sie mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater Friedrich Salm am 27. Oktober 1941 von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert wurde. Auf der Deportationsliste wurde sie mit ihrem Geburtsnamen Markus geführt, während sie im Ghetto auch manchmal als Esther Salm verzeichnet wurde. Über das „Düsseldorfer Kollektiv“ erhielt sie die Brotkarte mit der Nummer 168536.

Ihre Eltern konnten sie bis in Jahr 1944 beschützen und vor allen Deportationen retten, erst im August 1944 wurde Esther im Alter von vier Jahren zusammen mit ihrer Mutter aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź nach Auschwitz gebracht und dort vermutlich sofort ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf