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Gedenkbuch

Meyers, Emilie

geb. Cahn

Emilie Cahn wurde am 9. Juni 1916 in Düsseldorf geboren. Sie war das älteste Kind des Düsseldorfer Kaufmanns Emil Cahn und dessen Frau Theodora, genannt Lina, geborene Nathan. Emilie hatte zwei jüngere Brüder: den 1921 geborenen Egon und den 1924 geborenen Rolf. 

Die Familie wohnte in Düsseldorf in der Volmerswerther Straße 27, ihr Vater unterhielt eine Kunsthandlung mit Einrahmungsservice. Am 24. März 1934 wurde im Haus der Familie Cahn die Bar-Mizwa ihres Bruders Egon gefeiert. Während Emilie Cahn noch eine öffentliche Schullaufbahn abschließen konnte, musste ihr jüngster Bruder Rolf zuletzt die 1935 gegründete jüdische Schule in der Kasernenstraße besuchen. Nach der Pogromnacht 1938 musste die gesamte Familie in die Kapellstraße 19 umziehen. 

Emilie Cahn musste ab 1939/40 Zwangsarbeit im Rahmen des „Jüdischen Arbeitseinsatzes“ in Düsseldorf leisten, ihr Arbeitsbuch trug die Nummer 169/181520.

Emilie Meyers war 25 Jahre alt, als sie am 18. Oktober 1941 den 46-jährigen Otto Meyers heiratete. Er zog am 16. September 1941 vor der Hochzeit von Berlin-Schönefeld zu ihr nach Düsseldorf. Mit ihm wurde sie wenige Tage später, am 27. Oktober 1941, in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. 

Vom „Düsseldorfer Kollektiv“ wurde sie im November 1941 für eine Arbeit in der Strohschuh-Fabrikation vorgeschlagen, konnte aber dort nicht arbeiten. Emilie Meyers wurde mit ihrem Ehemann am 7. Mai 1942 mit dem IV. Transport aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź gebracht und in Chełmno ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf