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Gedenkbuch

Mendel, Meta

geb. Süßkind

Meta Süßkind kam am 18. April 1889 als Tochter des Ehepaars Meyer und Regina Süßkind, geborene Servos, in Mönchengladbach zur Welt. Im Jahr ihrer Geburt bestand der Hausstand des Handelsmanns Mayer Süßkind in der Steinstraße 11 (Franz-Gielen-Straße) aus sechs Personen. Meta hatte noch drei Schwestern: Hermine (geboren 1884), Jenny (geboren 1883) und Selma (1885). Ihr Bruder Alfred verstarb 1891 als Baby.

Zusammen mit ihren Eltern lebte Meta Süßkind während des Ersten Weltkrieges in Düsseldorf. Am 26. Oktober 1917 verstarb ihre Mutter Regina Süßkind und wurde auf dem alten jüdischen Friedhof an der Ulmenstraße begraben. 

Nach dem Ersten Weltkrieg heiratete Meta Süßkind den Kaufmann Paul Mendel. Am 2. Juli 1919 wurde ihr erstes Kind Günther in Düsseldorf geboren, und am 28. Dezember 1921 folgte die Tochter Ruth. Ihr Mann verdiente den Lebensunterhalt für seine Familie als Bankdirektor und Kaufmann. Die Familie wohnte in Düsseldorf in der Bahnstraße 67, seit dem 12. Dezember 1934 in der Schützenstraße 8, und schließlich ab Ende 1936 in der Stromstraße 7. 1938 lebten in ihrem Haushalt in der Stromstraße 7 auch ihr Vater Mayer Süßkind und ihre Schwester, die Witwe Jenny Müller. Sie alle wurden Opfer eines Überfalls auf die Wohnung der Mendels in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938. 

Ihr Sohn Günther meldet sich am 30. Oktober 1939 nach Belgien ab. Dorthin war einen Monat zuvor der Bruder ihres Mannes zusammen mit seiner Frau geflohen.

Meta Mendel wurde am 27. Oktober 1941 mit ihren Ehemann Paul und ihrer Tochter Ruth in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Sie erhielt im Ghetto über das „Düsseldorfer Kollektiv“ die Brotkarte mit der Nummer 168635.

Im September 1942 geriet Meta Mendel während der „Sperre“ in eine Razzia. Sie wurde aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź gebracht und im Vernichtungslager Chełmno ermordet. Ihr Mann Paul verstarb am 12. April 1943 im Ghetto. Ihre Tochter Ruth wurde am 13. Juli 1944 in das Vernichtungslager Chełmno deportiert und ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf