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Gedenkbuch

Gutmann, Martin

Martin Gutmann wurde am 10. Mai 1900 in Breslau geboren. Seine Eltern waren Moritz und Tine Gutmann, geborene Müller. Er hatte noch eine jüngere Schwester, Meta, die am 27. März 1902 in Breslau zur Welt kam. Die Familie wohnte in Breslau im eigenem Haus, Ring 4.

Im Februar 1921 bestand Martin Gutmann die Reifeprüfung. An den Universitäten Breslau und Würzburg studierte er dann Medizin. Im Juli 1926 bestand er das medizinische Staatsexamen und ging nach Breslau zurück, um dort als Arzt zu arbeiten. 1927 erfolgte seine Approbation. Dr. Martin Gutmann arbeitete in der Folgezeit an der Universitätsfrauenklinik. 1929 wechselte er an die Israelitische Kranken-Verpflegungsanstalt zu Breslau. Im August 1931 heiratete er in Breslau Margot Eveline Jacobowitz und lebte mit ihr in Breslau. Im Juni 1934 wurde die Ehe geschieden.
Während der Pogromnacht 1938 wurde Dr. Martin Gutmann in Breslau verhaftet und im Konzentrationslager Buchenwald in „Schutzhaft“ genommen. Am 14. Dezember 1938 wurde er aus der KZ-Haft wieder entlassen.

1939 kam er mit seiner verwitweten Mutter Tine Gutmann und der Familie seiner Schwester Meta Gutkind nach Düsseldorf. Er wohnte dort mit ihnen in der Wagnerstraße 7. Am 17. Mai 1939 flüchtete er alleine nach Belgien, da er befürchtete, erneut verhaftet zu werden. Martin Gutmanns Hoffnung, der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, erfüllte sich allerdings nicht. 

In Belgien wurde er im Mai 1940 im Zuge der Deutschen Invasion im Internierungslager Saint Cyprien in Frankreich festgehalten. Über das Durchgangslager Drancy bei Paris wurde er am 31. August 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf