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Gedenkbuch

Schaumberg, Adolf

In Schweinsberg im Kreis Marburg kam Adolf Schaumberg 1878 als Sohn der Eheleute Isaak und Gertrud Schaumberg, geborene Strauss, zur Welt. Er war das jüngste von 11 Kindern.

Adolf Schaumberg und seine Ehefrau Fanny, geborene Heilbrunn,  lebten lange Jahre in Kirchhain bei Kassel. Sie hatten 1905 geheiratet und zwei Kinder: Ernst wurde 1906 geboren, Gertrude folgte 1911. Adolf Schaumberg arbeitete als Viehhändler. Die Viehhandel hatte in Kirchhain besondere Bedeutung:  Ende des 19. Jahrhunderts wurden zu den Viehmärkten in der Stadt bis zu 1.000 Tiere angeboten. 1933 lebten etwa 38 jüdische Familien in der Stadt. Der Druck auf die jüdische Bevölkerung wurde zunehmend stärker. Am 10. März 1938 zog das Ehepaar Schaumberg von Kirchhain nach Düsseldorf.  Zunächst wohnten sie in der Adlerstraße 46, in direkter Nähe zur Wohnung von Fanny Schaumbergs Schwester Bela und ihrer Familie. Am 4. Juli 1938 zog Adolf Schaumberg mit seiner Frau in das spätere „Judenhaus“ Duisburger Straße 77.

In der Pogromnacht drangen SA-Leute in die Wohnung der Familie Schaumberg ein und zerstörten das gesamte Inventar. Adolf Schaumberg erlitt einen Herzinfarkt, an dessen Folgen er am 26. Dezember 1938 im Marienhospital verstarb.

Die Tochter Trudl Spiegel emigrierte im Dezember 1938 in die USA. Seine Frau Fanny floh am 2. Mai 1939 in die Niederlande. Sie wurde 1943 im Judendurchgangslager Westerbork interniert. Am 13. Juli 1943 wurde sie von dort ins Vernichtungslager Sobibor deportiert und nach der Ankunft ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf