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Gedenkbuch

Levin, Siegfried

Am 6. Dezember 1881 wurde Siegfried Selig Levin in Rödelmaier in Bayern geboren. Zu diesem Zeitpunkt führte er noch den Nachmanen „Moses“. Ab 1926 führte die gesamte Familie amtlich den Nachnamen „Levin“.

Im Dezember 1905 heiratete er die Düsseldorferin Paula Belter. Mit ihr bekam er sechs Kinder: Gustav (geboren 1906), Wilhelm Heinrich (geboren 1907), Magdalena (geboren 1908), Margarethe (geboren 1909), Moses Siegfried Alex (geboren 1910) und Martin (1911-1932). Anlässlich der Hochzeit hatte sich Siegfried Levin (Moses) katholisch taufen lassen.

Seine Frau Paula verstarb im Jahr 1915. Drei Jahre später heiratete Siegfried Levin die katholische Dora Kreuter. Seine zweite Frau war 1893 in Krefeld zur Welt gekommen. Seine Frau brachte zwei Kinder aus erster Ehe mit. Die 1910 geborene Marianne und der 1912 in Krefeld geborene Julius wurden von Siegfried Levin (Moses) adoptiert.

Siegfried Levin war ausgebildeter Maschinenschlosser und arbeitete als Autoagent. Er wohnte mit seiner Familie in Düsseldorf in der Hüttenstraße 11 und ab Juli 1938 in der Jahnstraße 3.

Sein Sohn Siegfried Levin (geboren am 9. Juni 1910) geriet 1937 über eine Denunziation in den Fokus der Gestapo. In die Ermittlungen wurde auch Siegfried Levin Senior involviert. 1940 wurde sein Sohn erneut verhaftet. Er beging in Untersuchungshaft in der Ulmer Höh am 24. Dezember 1940 angeblich Selbstmord.

Am 21. Januar 1941 war Siegfried Levin Trauzeuge für seinen Stiefsohn Julius Levin, der Liselotte Steinweg heiratete. Die beiden wurden am 10. November 1941 von Düsseldorf ins Ghetto von Minsk deportiert. Sie haben nicht überlebt.

Siegfried Levin wurde mit seiner Frau Dora am 22. April 1942 ins Ghetto Izbica deportiert. Sie haben nicht überlebt.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf