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Gedenkbuch

Marcus, Johanna

Am 2. März 1887 wurde Johanna Marcus in Troisdorf geboren. Ihre Eltern, der Metzger und Handelsmann Gustav Marcus und dessen Frau Rosa, geborene Anschel, hatten mindestens zwei weitere Kinder: Julius Marcus (1876-1940) und Albert Marcus (1877-1942). 

Mit ihrem Bruder Julius Marcus scheint Johanna ein sehr gutes Verhältnis gehabt zu haben. Sie wohnte im Haushalt ihres Bruders und dessen Ehefrau Helene in Düsseldorf. Zunächst in der Bandelstraße 19. Am 4. Juli 1933 zog sie mit ihnen in die Hildebrandstraße 10. Am 3. Januar 1939 wurde in Johanna Marcus Geburtsurkunde in Siegburg eingetragen, dass sie den jüdischen Zwangsnamen „Sara“ angenommen habe.

Am 27. Februar 1940 verstarb ihr Bruder Julius Marcus in Düsseldorf. Am 27. Oktober 1941 wurde Johanna Marcus zusammen mit ihrer Schwägerin Helene Marcus von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Sie lebten dort mit weiteren 60 aus Düsseldorf Deportierten in der Kollektivunterkunft Fischstraße 21, Zimmer 5. Über das „Düsseldorfer Kollektiv“ erhielt Johanna Marcus eine Brotkarte mit der Nummer 168580.

Johanna Marcus wurde am 7. Mai 1942 mit dem IV. Transport aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź „ausgesiedelt“ und in Chełmno ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf