Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Moses, Rosa

geb. Pisetzki

Rosalie, in der Familie auch Rosa genannt, Pisetzki wurde am 20. Dezember 1885 in Schuttschenofen, Kreis Neidenburg, in Ostpreußen geboren. Ihre Eltern waren Levin Leo und Emma Pisetzki, geborene Weinberg. Rosa hatte noch vier Brüder: Hermann (1877-1959), Robert (1881 – deportiert am 10.11.1941), Leopold (1883-1945) und Max (1888 – deportiert am 20.7.1942).

Die Familie lebte um die Jahrhundertwende bereits in Düsseldorf. Rosalie Pisetzki hatte bereits einen am 27. April 1909 in Düsseldorf geborenen Sohn namens Adolf, als sie am 18. April 1912 in Düsseldorf Simon Moses heiratete. Aus ihrer zweiten Ehe gingen zwei Kinder hervor. Erwin wurde am 6. April 1913 geboren und Anneliese folgte am 13. Juli 1920.
Ihre Mutter Emma Pisetzki (23.09.1849 – 26.05.1919) wurde auf dem alten jüdischen Friedhof in Düsseldorf begraben.

Ihr Mann Simon Moses verdiente den Lebensunterhalt der Familie zunächst als Kaufmann, später als Angestellter. Die Familie wohnte in Düsseldorf auch für einige Zeit in der Bismarckstraße 97. Am 18. Mai 1933 meldeten sie sich in die Kaiser-Wilhelm-Straße 53 um, aber nach nur wenigen Monaten zogen sie am 30. Dezember 1933 weiter in die Graf-Adolf-Straße 41. Hier wohnten sie viele Jahre.

Rosa Moses wurde am 27. Oktober 1941 zusammen mit ihrer Familie von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Dort mussten sie in der Kollektivunterkunft Fischstraße 15, Zimmer 7, leben.

Rosa Moses wurde am 7. Mai 1942 mit dem IV. Transport aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź „ausgesiedelt“ und am nächsten Tag im Vernichtungslager Chełmno ermordet. Auch ihr Mann und die beiden Kinder Erwin und Anneliese überlebten nicht.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf