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Gedenkbuch

Blankenstein, Rolf

Rolf Blankenstein kam am 12. September 1924 als Sohn von Alfred und Rosa Blankenstein, geborene Bloch, in Düsseldorf zur Welt. Er hatte noch einen älteren Bruder, Helmut, der 1920 geboren worden war. Außerdem lebte einige Jahre im Haushalt der Familie auch Rolfs Halbbruder Alfred (geboren 1912) aus der ersten Ehe seines Vaters.

Die Familie wohnte in den 1930er Jahren in der Hüttenstraße 129 in Düsseldorf. Sein Stiefbruder Alfred beschrieb seinen Vater als sehr religiös, sie hatten viele rituelle Gegenstände in ihrer Wohnung. In ihrer dritten Ausgabe vermeldete die Gemeindezeitung für den Synagogenbezirk Düsseldorf, dass am 1. Oktober 1930 sein Vater Adolf Blankenstein sein 25-jähriges Angestelltenjubiläum bei der „Leonhard Tietz AG“ feierte. 1933 musste sein Vater hinnehmen, dass sein Gehalt gekürzt wurde. Daraufhin konnte die Familie ihre Wohnung nicht länger bezahlen und war gezwungen, im Dezember 1934 in die Schwerinstraße 53 umzuziehen. 1935 wurde sein Vater Adolf Blankenstein endgültig entlassen.

Rolf Blankenstein besuchte ab 1935 die jüdische Schule in der Kasernenstraße in Düsseldorf. Er floh 1938 in die Niederlande (Boxmeer), nachdem er zuvor einige Zeit in Emmerich gelebt hatte. In den Niederlanden fand er eine Anstellung als Butler bei der jüdischen Familie Lion in Boxmeer, Steenstraat 156 (1. Mai 1940). Als Jude wurde er in den Judendurchgangslagern Vught und in Westerbork festgehalten. Am 6. Juli 1943 wurde Rolf Blankenstein vom Lager Westerbork nach Sobibor deportiert und dort am 9. Juli 1943 ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf