Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Buki, Ingrid

Ingrid Buki kam am 12. Januar 1932 in Wuppertal-Barmen zur Welt. Die Familie wohnte dort in der Kemnastraße 19. Später zogen sie nach Düsseldorf. Hier wohnten sie in der Kölner Straße 315. Dort wurde ihr Bruder Josef Buki am 8. Mai 1936 geboren.

Ingrids Vater, der Schneidermeister Josef Judor Buki, stammte aus Kutno, wo er am 22. September 1899 zur Welt gekommen war.  Ihre Mutter Sara Nora, geborene Eule, war ebenfalls gebürtig in Polen. Sie war in Nowa Wies (deutsch Neudorf) im Kreis Kattowitz am 12. August 1906 zur Welt gekommen. Ihre Eltern hatten sich 1929 verlobt. Zu diesem Zeitpunkt wohnte ihre Mutter in Bochum und ihr Vater in Wuppertal Barmen.

Am 10. November 1938 wurde die Familie Buki in ihrer Düsseldorfer Wohnung überfallen. Ihre Eltern Josef und Sara Nora Buki wurden am 10. November 1938 verhaftet und ins Polizeigefängnis eingeliefert. Sie kamen am nächsten Tag wieder frei. Die Familie wohnte zuletzt im Haus Jahnstraße 41.

Die neunjährige Ingrid wurde zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder am 10. November 1941 von Düsseldorf in das Ghetto Minsk deportiert. Sie haben nicht überlebt. Der Name ihres Vaters stand nicht auf der Deportationsliste. Vielleicht war es nur ein Schreibfehler der Gestapo, da Vater und Sohn den gleichen Vornamen hatte. Möglicherweise befand sich ihr Vater aber auch längere Zeit in KZ-Haft. Für das Jahr 1941 ist ein Josef Buki im Krankenbau des Konzentrationslagers Sachsenhausen verzeichnet. Auch ihr Vater Josef Buki hat die NS-Zeit nicht überlebt.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf