Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Manes, Margarethe

geb. Stern

1901 zog der Kaufmann Hugo Stern mit seiner Frau Johanne Stern aus Hörde nach Solingen, um dort das Geschäft seiner Schwiegermutter, der Witwe Hedwig David, zu übernehmen. Ein Jahr später, am 5. August 1902, wurde in Solingen seine Tochter Margarethe geboren. Die Familie blieb nur wenige Jahre in Solingen wohnen und zog 1905 mit der dreijährigen Margarethe nach Viersen.

Margarethe Stern zog 1938 von Düsseldorf nach Krefeld und arbeitete dort als Hausgehilfin. In den Meldeunterlagen wurde als Adresse Ostwall 45 angegeben. Am 14. März 1939 meldete sie sich nach Köln ab.
Margarethe Stern heiratete 1941 den Düsseldorfer Paul Simon Manes, der Kriegsinvalide des Ersten Weltkrieges war. Mit ihm wurde sie am 27. Oktober 1941 in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Über das „Düsseldorfer Kollektiv“ erhielt Margarethe Manes im Ghetto eine Brotkarte mit der Nummer 168575. Am 11. Mai 1942 starb ihr Mann im Ghetto. Er hatte zuvor noch durch seine Kriegsauszeichnungen erreicht, dass er und seine Frau vom XI. Transport zurückgestellt wurden.

Nach der Auflösung der Kollektivunterkünfte zog Margarethe Manes am 20. Mai 1942 mit dem Essener Ehepaar Ernestine und Sally Löwenthal, mit denen sie auch in der Kollektivunterkunft Fischstraße 15 im Zimmer 8 zusammengewohnt hatte, in ein Zimmer der Wohnung 7 in der Bleigasse 1. Nachdem die Eheleute im Sommer 1942 im Ghetto verstorben waren, zog Margarethe Manes in die Wohnung 13 in der Biergasse 9. Seit dem 25. Mai 1943 arbeitete sie als angelernte Handnäherin in dem Ressort Nr. 7, einer Schneiderei im Ghetto in der Neustädterstraße 20.

Margarethe Manes lebte bis 1944 im Ghetto von Litzmannstadt/Łódź. Am 3. Juli 1944 musste sie sich am Sammelpunkt III in der Hohensteiner Straße 26 einfinden, da sie eine „Aufforderung“ zur „Aussiedlung“ erhalten hatte. Am 5. Juli 1944 wurde sie mit dem Transport 589 aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź „ausgesiedelt“ und am nächsten Tag in Chełmno ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf