Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Baer, Grete

geb. Schmahl

Grete Schmahl wurde am 19. September 1911 in Gelsenkirchen geboren. Ihre Eltern Rudolf und Berta Schmahl, geborene Brodt, stammten beide aus Wien. Gretes Bruder Helmut wurde 1919 ebenfalls in Gelsenkirchen geboren.

Grete Schmahl arbeitete in Düsseldorf in der Metzgerei der Gebrüder Baer als gelernte Fachverkäuferin. Mit Richard Baer war sie verlobt. Sie wurde zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder, die nur auf Besuch in Düsseldorf waren, während der Pogromnacht 1938 im Haus ihrer Arbeitgeber, der Familie Baer, verhaftet. Mit ihrer Mutter Berta Schmahl wurde sie am 11. November 1938 wieder entlassen.

Grete Baer wohnte auch bei der Familie Baer in der Kölner Straße 151. Am 27. Oktober 1941 wurde sie zusammen mit der Familie ihres zukünftigen Ehemanns in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Mit Richard Baer und seinen Geschwistern zog sie in die Kollektivunterkunft Fischstraße 15, Zimmer 1. Dort mussten insgesamt 73 der aus Düsseldorf deportierten Personen leben. Ihr Düsseldorfer Arbeitsbuch (Nr. 138/3174) musste Grete Schmahl im Ghetto abgeben. Am 14. Dezember 1941 heiratete Grete Schmahl im Ghetto Richard Baer.

Anfang Mai 1942 versuchte sie mehrfach, die für sie und ihren Ehemann eingegangene „Ausreiseaufforderung“ abzuwenden. Bis zum 12. Mai 1942 wurde sie zurückgestellt. Am 13. Mai 1942 verließ Grete Baer mit ihrem Mann das Ghetto und wurde am nächsten Tag im Vernichtungslager Chełmno ermordet.

Ihre Eltern Rudolf und Berta Schmahl wurden zusammen mit ihrem Bruder Helmut am 27. Januar 1942 aus Gelsenkirchen in das Ghetto Riga deportiert. Nur ihr Bruder Helmut überlebte.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf