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Gedenkbuch

Oppenheimer, Sara

geb. Flörsheim

Sara Flörsheim wurde am 18. Oktober 1860 in Meerholz geboren. Ihre Eltern waren der Handelsmann Löb Flörsheim (1826-1904) und dessen Frau Rosa Fuld (1832-1911).

Sara heiratete am 9. November 1882 in Meerholz den Kaufmann Samuel Oppenheimer. Ihr Mann war der Sohn von Wolf und Johanna Oppenheimer, geborene Simon, und am 31. Oktober 1852 in Usenborn zur Welt gekommen.
Zunächst wohnte das Paar in Usenborn im Kreis Büdingen. Mit ihrem Mann bekam sie fünf Kinder: David (1885-1944), Willi (1887-1936), Selma (1890-1986), Arthur (1893-1944) und Bertha (1896-1989). Die letzten drei Kinder waren bereits in Ortenberg zur Welt gekommen. 

Ihr Sohn David Oppenheimer arbeitete seit 1910 als Prokurist für die Herrenkonfektionsfabrik „Flörsheim & Co“ in Mönchengladbach. Er wurde später Teilhaber und seit 1936 war er Alleininhaber der Textilfabrik. Das Unternehmen „Flörsheim & Co“ hatte 1937 über 290 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im März 1938 schied ihr Sohn David Oppenheimer unfreiwillig im Rahmen der „Arisierung“ aus dem Unternehmen aus.

In Düsseldorf wohnte die Familie Oppenheimer in der Cecilienallee 33. Ihre Wohnung wurde am 9. November 1938 zerstört. Zunächst zogen sie in die Wohnung ihres Verwandten Hermann Flörsheim am Kaiser-Friedrich-Ring 25 in Oberkassel, dann in eine kleine Wohnung in der Gartenstraße, wo sie sich auf die Emigration vorbereiteten. 

Mitte der 1930er Jahre wohnte auch das Ehepaar Sara und Samuel Oppenheimer im Haus ihres Verwandten Hermann Flörsheim in Düsseldorf in der Leostraße 40. Die Straße wurde in der NS-Zeit umbenannt in Weddigenstraße.

Am 20. Februar 1939 meldete sich Sara Oppenheimer mit ihrem Mann nach Frankfurt am Main ab. Dort bezogen sie eine Wohnung in der Jahnstraße 5. Am 9. Mai 1939 verstarb ihr Mann Samuel Oppenheimer in Frankfurt am Main. 

Am 1. September 1942 wurde Sara Oppenheim aus Frankfurt am Main in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Sie verstarb im Ghetto am 18. September 1942. Auf der Todesfallanzeige des Ghettos wurde vermerkt, dass ihre Halbschwester Jakobine Wohlfahrt, geborene Lehmann, mit ihr im Ghetto untergebracht war.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf