Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Schnook, Rosa

geb. Bleeck

Rosa Schnook kam am 14. September 1885 als Tochter des Zigarrenmachers Isaak Bleeck und seiner Frau Julia, geborene Rothschild, in Wickrath bei Grevenbroich zur Welt. Sie hatte noch Zwillingsgeschwister, die am 11. Juni 1888 geboren wurden. Jedoch verstarb das eine Baby bei der Geburt und der Bruder Max nach 18 Monaten. 

Am 14. Dezember 1927 heiratete Rosa Bleeck den Kaufmann Albert Schnook in Mönchengladbach-Rheydt. Ihr Mann war am 2. April 1878 in Rheydt als Sohn des Kaufmanns Hermann Schnook (1849-1922) und dessen Frau Rebekka, geborene Heumann (1856-1939) zur Welt gekommen. Ihr Mann hatte zwei Söhn aus seiner ersten Ehe: Harry (geboren 1906 in Frankfurt a.M.) und Paul (geboren 1909 in Frankfurt a.M.). Nach dem frühen Tod seiner ersten Frau war er ein zweites Mal verheiratet gewesen. Diese Ehe war 1920 geschieden worden. Ihr Mann war  nach der Scheidung aus Frankfurt wieder nach Mönchengladbach gezogen. Hier arbeitete er als Geschäftsführer der elterlichen Möbelhandlung. Im dortigen Adressbuch des Jahres 1925 ist er als „Schnook, Albert, Geschäftsführer, Friedrich-Wilhelm-Straße 104“ aufgeführt. Seine Mutter Rebekka Schnook war weiterhin Inhaberin des Geschäfts. 

Rosa Schnook und ihr Mann wohnten zunächst weiterhin in Mönchengladbach. Zuletzt (Ende 1935) wohnte das Ehepaar in der Mittelstraße 1. Ab Mitte 1935 wohnten das Ehepaar Schnook dann in Düsseldorf im Haus Florastraße 4. Im Adressbuch der Stadt Düsseldorf von 1940 ist hinter dem Eintrag „Schnook, Albert“ kein Beruf mehr verzeichnet. Möglicherweise hatte ihr Mann Albert sein Geschäft in Mönchengladbach „arisieren“ müssen.

Ende des Jahres 1940 mussten Rosa und Albert Schnook in ein sogenanntes „Judenhaus“ in die Jahnstaße 41 umziehen. Von dort wurden sie am 10. November 1941 in das Ghetto von Minsk deportiert. Wann und wo sie ermordet wurden, ist nicht feststellbar. Die Söhne ihres Mannes überlebten die NS-Zeit.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf