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Gedenkbuch

Magier, Ignatz (Isi)

Isi, eigentlich Ignatz, Magier wurde am 13. August 1926 in Düsseldorf geboren. Seine Eltern, Josef und Mindla Magier, geborene Immergut, stammten aus Polen. Sie waren 1920 von Beuthen in Oberschlesien kommend nach Düsseldorf gezogen. Im gleichen Jahr, am 23. Dezember 1920, wurde Isis Schwester Fanny in Düsseldorf geboren. 

Zu dieser Zeit wohnte die Familie in einer Wohnung Am Stufstock 15. Im November 1932 zogen sie um in die Gerresheimer Straße 88. 

Sein Vater war gelernter Schneider. Der Beruf seiner Mutter wurde auf einem Dokument mit „Näherin“ angegeben. Im Juni 1935 erschien in der „Gemeindezeitung für den Synagogenbezirk Düsseldorf “ eine kleine Anzeige, dass Isis Schwester Fanny am 7. Juni 1935 in der Synagoge an der Kasernenstraße eingesegnet wurde, also zum vollwertigen Mitglied der Jüdischen Gemeinde wurde. 

Am 2. März 1939 konnte seine Schwester Fanny Düsseldorf verlassen und mit Hilfe eines illegalen Netzwerkes ins damalige Palästina einreisen. Isi und seine Eltern blieben in Düsseldorf. Am 7. Oktober 1939 mussten sie in ein sogenanntes Judenhaus in die Kurfürstenstraße 59 umziehen. Zu dieser Zeit konnte sein Vater nur noch als Gärtner arbeiten. Isi besuchte die Jüdische Schule, so lange es möglich war. 

Am 10. November 1941 wurde Isi Magier mit seinen Eltern vom Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf in das Ghetto von Minsk deportiert. Alle drei haben den Holocaust nicht überlebt. 

Seine Schwester Fanny heiratete 1948 in Haifa und zog 1950 mit ihrem Ehemann nach Australien. Sie verstarb in Perth am 7. Februar 2008. 

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf