Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Oppenheimer, Arthur

Arthur Oppenheimer wurde am 14. Oktober 1887 als Sohn von Jacob und Minna Oppenheimer, geborene Levi, in Düsseldorf geboren. Er hatte vier Geschwister: Marta (1886-1968), Walter (1891-1976), Fritz (1892-1914) und Helene (1895-1943).

Wie sein Vater Jacob Oppenheimer (1847-1913) wurde Arthur Oppenheimer Kaufmann. Sein Vater führte die Düsseldorfer Dependence der Marsberger Firma „S. Oppenheimer, Getreide-Brennereien und Presshelfe Fabriken“. Sein Vater verstarb am 25. August 1913 in Düsseldorf und wurde auf dem alten jüdischen Friedhof an der Ulmenstraße begraben. Am 21. November 1914 fiel sein Bruder Fritz als Soldat an der deutsch-französischen Front. Arthur und auch sein Bruder Walter Oppenheimer kämpften ebenfalls als Soldaten im Ersten Weltkrieg. Am 21. Juli 1921 starb seine Mutter Minna Oppenheimer im Alter von 56 Jahren.

Arthur Oppenheimer heiratete 1922, doch seine Frau starb ein Jahr später. In den 1930er Jahren arbeitete Arthur Oppenheimer als Vertreter für Kohle. Der Witwer Arthur Oppenheimer lebte in Düsseldorf in der Scheurenstraße 1. Er wurde am 10. November 1938 verhaftet und in „Schutzhaft“ genommen. Vom 17. November bis zum 17. Dezember 1938 war er im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Seine Häftlingsnummer dort lautete 27969. Nach seiner Rückkehr aus dem Konzentrationslager zog er am 4. April 1939 in die Mintropstraße 21. 1940 war er in der Wohnung seines Bruders Walter Oppenheimer in der Parkstraße 74 gemeldet. Sein Bruder konnte 1939 mit seiner Frau und der kleinen Tochter Hanna nach Großbritannien flüchten.

Arthur Oppenheimer wurde am 27. Oktober 1941 von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert und musste dort mit weiteren Deportierten im Zimmer 11 der Kollektivunterkunft Fischstraße 15 leben. Am 2. Januar 1942 erhielt er zwei Zahlungen über 9,60 Mark. Davon führte er jeweils zwei Drittel als Beitrag an die Solidargemeinschaft des „Düsseldorfer Kollektivs“ ab. Arthur Oppenheimer verstarb am 3. März 1942 im Ghetto von Litzmannstadt/Łódź. Die offizielle Todesursache wurde mit „Herzschwäche“ angegeben.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf