Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Schnook, Kurt Jakob

Kurt Schnook wurde am 23. September 1910 in Viersen am Niederrhein geboren. Seine Eltern waren Gustav und Bernhardine Schnook, geborene Morgenstern. Im Februar 1935 verstarb seine Mutter in Viersen. Im gleichen Jahr zog Kurt Schnook nach Düsseldorf. Er wohnte zunächst in der Feldstraße 34 zur Untermiete. Er arbeitete als Lehrer an der 1935 gegründeten Jüdische (Volks)Schule. Die Schule wurde zuerst im Rabbinerhaus neben der Synagoge in der Kasernenstraße eingerichtet. 

Am 23. Dezember 1935 hatte Kurt Schnook Theresia, genannt Thea, Schwarz in Düsseldorf geheiratet. Sie war am 21. Juni 1909 in Bottrop zur Welt gekommen. Nach ihrer Hochzeit war seine Frau Thea Schnook auch für die Jüdische Volksschule tätig. Zuvor hatte sie schon als Köchin für den Jüdischen Kindergarten in der Grafenberger Allee gearbeitet. 

Nach dem Novemberpogrom 1938 ging der Unterricht der Jüdischen Schule in Ersatzräumen im ehemaligen Logenhaus in der Grafenberger Allee 78 weiter. Zu dieser Zeit wurde Kurt Schnook zum Schulleiter ernannt. Zu dieser Zeit wohnte das Paar in der Steinstraße 68.

Kurt Schnook bemühte sich um eine Emigration in die USA für sich und seine Frau Thea. Die dortigen Einwanderungsbedingungen für Juden machten es jedoch unmöglich, dass der erst vor kurzem in die USA emigrierte Schwager Hans Schwarz ein Affidavit für seine Schwester Thea Schnook und ihren Mann Kurt Schnook bekommen konnte. In erschütternder Weise macht ein Brief, den Kurt Schnook am 3. März 1941 an einen in die USA emigrierten ehemaligen Kollegen schrieb, deutlich, wie das Ehepaar Schnook alle Hoffnung auf Rettung nur noch auf diese Beglaubigung setzte: „Von diesen Bemühungen hängt unter Umständen alles ab.“ Gemeinsam wohnten die Beiden einige Zeit in der Beuthstraße 4. Beide wurden am 10. November 1941 in das Ghetto von Minsk deportiert. Sie haben nicht überlebt.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf