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Gedenkbuch

Buki, Josef

Josef Buki wurde am 8. Mai 1936 in Düsseldorf geboren. Sein Vater, der Schneidermeister Josef Judor Buki, stammte aus Kutno, wo er am 22. September 1899 zur Welt gekommen war.  Seine Sara Nora, geborene Eule, war ebenfalls gebürtig in Polen. Sie war in Nowa Wies (deutsch Neudorf) im Kreis Kattowitz am 12. August 1906 zur Welt gekommen. Seine Eltern hatten sich 1929 verlobt. Zu diesem Zeitpunkt wohnte seine Mutter in Bochum und sein Vater in Wuppertal Barmen.

Josef junior hatte noch eine ältere Schwester. Ingrid Buki war am 12. Januar 1932 in Wuppertal-Barmen geboren worden. Die Familie wohnte dort in der Kemnastraße 19. Später zogen sie nach Düsseldorf. Hier wohnten sie in der Kölner Straße 315.

Seine Familie wurde am 10. November 1938 in ihrer Wohnung überfallen. Seine Eltern Josef und Sara Nora Buki wurden am 10. November 1938 verhaftet und ins Polizeigefängnis eingeliefert. Sie kamen am nächsten Tag wieder frei. Die Familie wohnte zuletzt im Haus Jahnstraße 41.

Der fünfjährige Josef wurde zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester Ingrid am 10. November 1941 von Düsseldorf in das Ghetto Minsk deportiert. Sie haben nicht überlebt. Der Name seines Vaters stand nicht auf der Deportationsliste. Vielleicht war es nur ein Schreibfehler der Gestapo, da Vater und Sohn den gleichen Vornamen hatte. Möglicherweise befand sich sein Vater aber auch längere Zeit in KZ-Haft. Für das Jahr 1941 ist ein Josef Buki im Krankenbau des Konzentrationslagers Sachsenhausen verzeichnet. Auch sein Vater Josef Judor Buki hat die NS-Zeit nicht überlebt.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf