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Gedenkbuch

Mainzer, Ruth

Am 19. Dezember 1918 kam Ruth Mainzer in Düsseldorf zur Welt. Sie hatte noch zwei ältere Brüder, Ludwig Mainzer, der am 20. Januar 1910 in Witten zur Welt gekommen war und Walter, der am 19. Oktober 1912 in Düsseldorf geboren wurde. 1911 hatten ihre Eltern Leo und Ella Mainzer, geborene Wolf, kurzzeitig in Witten gewohnt.

Ruth Mainzer arbeitete als Hausangestellte in Berlin-Weißensee, Essen und Düsseldorf. In Düsseldorf wohnte sie zunächst in der Märkischen Straße 30. Am 2. September 1938 meldete sie sich nach Essen-Heidhausen ab, kehrte aber am 9. Dezember 1938 wieder nach Düsseldorf in ein sogenanntes „Judenhaus“ in der Duisburger Straße 77 zurück, wo sie auch als Hausangestellte arbeitete. Ihre letzte Adresse vor ihrer Deportation soll das Haus ihrer Großeltern Lehmann und Elise Wolf, geborene Moser, am Kölner Tor 32 gewesen sein. 

Ruth Mainzer wurde am 27. Oktober 1941 zusammen mit ihrer Mutter Ella und ihren beiden Brüdern Walter und Ludwig von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Sie mussten dort mit insgesamt 64 Deportierten in der Kollektivunterkunft Fischstraße 15, Zimmer 8, leben. Am 25. Dezember 1941 erhielt Ruth Mainzer eine Auszahlung von 9,60 Mark, von der zwei Drittel an das „Düsseldorfer Kollektiv“ abgeführt werden mussten. An Ruth Mainzer wurden vom 7. bis zum 12. Mai 1942 alle Nahrungsmittel ausgegeben. Zusammen mit ihren Familienangehörigen wurde sie am 14. Mai 1942 mit dem XI. „Aussiedlungstransport“ aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź nach Chełmno gebracht und am darauffolgenden Tag ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf