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Gedenkbuch

Lubascher, Kurt Bruno

Am 31. Dezember 1926 kam in Solingen Kurt Bruno Lubascher zur Welt. Seine Eltern waren Paul Lubascher (1889-1941) und Helene Lubascher, geborene Schwarz. Seine Eltern hatten 1925 geheiratet. Kurt blieb ihr einziges Kind.

1928 zog er mit seinen Eltern nach Düsseldorf. Seine Eltern unterhielten ein Restaurant und eine Pension in der Grafenberger Allee 78. Das Haus gehörte der Jüdischen Gemeinde.
Kurt Lubascher besuchte die private jüdische Volksschule in Düsseldorf. Von ihm sind Zeichnungen aus dem Schulunterricht im Jahr 1937 erhalten geblieben. Er malte unter anderem „de gröne Jong“ im Hofgarten und eine Verkehrsszene.

Kurt wohnte zuletzt mit seinen Eltern in der Steinstraße 60. Als seine Eltern die Ankündigung erhielten, dass sie am 27. Oktober 1941 für die Deportation nach Litzmannstadt bereithalten sollten, nahm sich sein Vater am 16. Oktober 1941 das Leben. So wurde Kurt zusammen mit seiner Mutter Helene Lubascher am 27. Oktober 1941 von Düsseldorf in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert. Dort mussten sie in das Zimmer 9 der Kollektivunterkunft Fischstraße 15 einziehen.

Im Ghetto von Litzmannstadt/Łódź arbeitete er als Schlosser im Ressort „Tischler-Abteilung“ in der Zimmerstraße 12 für einen Wochenlohn von 18 Mark. Nach der Auflösung der Kollektivunterkünfte (Mitte Mai 1942) konnte Kurt mit seiner Mutter am 19. Mai 1942 innerhalb des Ghettos mit insgesamt sechs Personen in ein Zimmer der Wohnung 24 in der Fischstraße 7 umziehen. Am 27. Juni 1942 zogen Helene und Kurt zu zweit in ein Zimmer der Wohnung 3 in der Fischstraße 13.

Kurt Lubascher wurde im September 1942 aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź in das Vernichtungslager Chełmno gebracht und dort ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf