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Gedenkbuch

Waller, Bernhard

Der am 11. April 1872 in Düsseldorf geborene Bernhard Waller war das dritte Kind der Eheleute Arnold und Sara Waller, geborene Fuchs. Seine Eltern hatten 1867 in Düsseldorf geheiratet. Bernhard hatte sechs Geschwister: Hermann (geboren 1868), Markus (geboren 1869), Rosalie (geboren 1874), Clara (1878-1952), Siegfried Waller (geboren 1881) und Hedwig (geboren 1882). Seine jüngste Schwester Hedwig lebte in den 1930er Jahren ebenfalls in Düsseldorf. Sein Vater Arnold Waller (1841 Ratingen – 1905 Düsseldorf) arbeitete als Pferdehändler in Düsseldorf. Seine Mutter verstarb am 5. Dezember 1903. Die Familie wohnte in der Ellerstraße 19, später in der Ellerstraße 13.

Am 7. September 1902 heiratete der Kaufmann Bernhard Waller in Augsburg die Tochter des Pferdehändlers Aron Gross (1848-1907). Sein Frau Elsa Anna Gross war in Augsburg am 13. Februar 1878 zur Welt gekommen und hatte vier Geschwister, wovon eins als Baby verstarb.

Bernhard Waller lebte mit seiner Frau in Düsseldorf im eigenen Haus in der Aderstraße 79. Am 18. September 1905 verstarb sein Vater Arnold Waller in Düsseldorf.

Seit dem 18. Juni 1935 wohnte das Ehepaar in der Worringer Straße 78. Als Beruf wird im Düsseldorfer Adressbuch nun „kaufmännischer Angestellter“ angegeben. Am 4. November 1941 musste das Ehepaar in das „Judenhaus“ Geibelstraße 39 ziehen. 

Bernhard und Elsa Anna Waller wurden am 21. Juli 1942 von Düsseldorf in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Elsa Anna Waller verstarb am 25. Februar 1944 im Ghetto Theresienstadt. Bernhard Waller wurde aus dem Ghetto am 15. Mai 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf