Sie haben die richtige Internetadresse für das Gedenkbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Erinnerung an die jüdischen Opfer 1933 – 1945 aufgerufen.
Die Seiten sind optimiert für den Abruf mit einem Tablett oder einem Computer.
Vielen Dank für Ihr Verständnis



You have accessed the correct internet address for the memorial book of the state capital Düsseldorf in memory of the Jewish victims from 1933 to 1945.
The pages are optimized for viewing with a tablet or computer.
Thank you for your understanding.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Querformat

Gedenkbuch

Steinfeld, Paul

Paul Steinfeld kam am 10. Januar 1883 in Osnabrück als Sohn des Kaufmanns Samuel Steinfeld und dessen Frau Rahel, geborene David, zur Welt. Er hatte noch eine jüngere Schwester, Hedwig. Paul Steinfeld lebte 1909 in Potsdam. Ein Jahr später zog er nach Düsseldorf. Am 15. Juni 1919 heiratete er in Lötzen Gertrud Radominski. Sie hatte in dem ostpreußischen Ort am 6. Mai 1896 als Tochter des Rohproduktenhändlers Josef Radominski und dessen Frau Esther, geborene Markus, das Licht der Welt erblickt.

Nach der Hochzeit bezogen Paul und Gertrud Steinfeld eine gemeinsame Wohnung in Düsseldorf. Hier wurden ihre beiden Töchter geboren: am 20. Juni 1921 die Tochter Ruth, am 18. Dezember 1926 die Tochter Gerda. Gerda besuchte die Private Jüdische Volksschule in Düsseldorf. Von ihr sind Zeichnungen erhalten geblieben. Die Tochter Ruth wurde am 27. Mai 1936 in der Synagoge an der Kasernenstraße eingesegnet. Darüber berichtete die Gemeindezeitung für den Synagogenbezirk Düsseldorf in seiner Ausgabe Nr. 18, Jahrgang 1935/36. Zu dieser Zeit wohnte die Familie Steinfeld bereits in der Zonser Straße 22.

Am 11. April 1939 konnte die Tochter Ruth mit einem Kindertransport nach Birmingham, England emigrieren. Sie sollte die einzige Überlebende der Familie bleiben. Sie verstarb im Jahr 2001 in Australien.

Paul Steinfeld musste mit seiner Frau Gertrud und der jüngeren Tochter Gerda am 29. September 1941 in das „Judenhaus“ Konkordiastraße 66 umziehen. Am 10. November 1941 wurden die drei mit dem zweiten Transport aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf in das Ghetto nach Minsk deportiert. Sie haben nicht überlebt.

 Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf