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Gedenkbuch

Herzfeld, Frieda

geb. Rollmann

Frieda Rollmann wurde am 16. August 1888 in Beckum bei Ahlen im Regierungsbezirk Münster geboren. Sie heiratete am 25. März 1919 in Ahlen den Kaufmann Adolf Herzfeld. Ihr Mann stammte aus Bad König im Odenwald. Dort war er am 27. September 1879 als Sohn von Lazarus und Sara Herzfeld, geborene Kiefer, zur Welt gekommen.

Das Ehepaar Herzfeld zog nach Düsseldorf. Sie wohnten im Stadtteil Oberkassel in der Adalbertstraße 22. Ihr Mann arbeitete vor der NS-Zeit als Prokurist.

Am 27. Oktober 1937 meldeten sich Frieda und Adolf Herzfeld nach Zaandam in die Niederlande ab, wo sie eine Wohnung in der Beethovenstraat 4 bezogen. Dort war ihr Mann auch in der jüdischen Gemeinde aktiv.

Im Zuge der einsetzenden Judenverfolgung nach der deutschen Besetzung der Niederlande im Mai 1940 wurden auch die Herzfelds vom 19. Januar 1942 bis zum 2. Februar 1943 im „Judendurchgangslager“ Westerbork interniert. Zuvor hatten sie nach Amsterdam ziehen müssen.

Jeden Dienstag fuhr ein Güterzug aus dem Judendurchgangslager Westerbork „nach dem Osten“, in die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und Sobibór. Die Fahrt dauerte ungefähr drei Tage. Am 2. Februar 1943 wurden auch Frieda und Adolf Herzfeld aus Westerbork in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf