Gedenkbuch

Sternheim, Selma

geb. Wolff (Wolf)

Selma Sternheim, geborene Wolff, kam am 14. November 1867 in Dinslaken zur Welt. Mit ihrem Mann Hermann Sternheim (geboren 1869 in Schwerte) zog sie 1934 nach Düsseldorf in die Schlesische Straße 49, nachdem sie ihr Tabak- und Schreibwarengeschäft in Oberhausen hatten aufgeben müssen.

In Düsseldorf-Eller wohnte der gemeinsame Sohn Alwin Sternheim (geboren 1899 in Hamm), der dort bis zu seiner Flucht in die Niederlande im Januar 1936 eine Tabakgroßhandlung in der Gertrudisstraße 3 führte.

Am 27. Januar 1941 zog das Ehepaar Sternheim in das Altersheim der Jüdischen Gemeinde in der Grafenberger Allee 78. Hermann Sternheim verstarb dort am 18. März 1941. Die 74-jährige Selma wurde am 21. Juli 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert und am 21. September 1942 von dort ins Vernichtungslager Treblinka gebracht und ermordet.

Ihre Tochter Frieda Sternheim (geboren am 4. Februar 1903 in Hamm) wurde aus der katholischen St. Josefs-Anstalt in Düsseldorf-Unterrath in die Rheinische Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Grafenberg verlegt und am 15. Februar 1941 mit einem Bus der Tarngesellschaft Gemeinnütziger Krankentransport (GEKRAT) in eine Tötungsanstalt gebracht und zusammen mit anderen jüdischen Patienten ermordet.

Nur Alwin Sternheim überlebte. Er starb 1949 in den Niederlanden.

 Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf