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Gedenkbuch

Arensberg, Erna

geb. Simons

Am 28. Juni 1901 wurde Erna Simons in Düsseldorf geboren. Ihr Vater Moritz Simons arbeitete als Kaufmann und Handelsvertreter. Er stammte gebürtig aus Monheim, ihre Mutter Bertha war eine geborene Cahn und stammte aus dem Ort Kastel bei Mainz. Die Familie wohnte (bis 1936) im Haus Fürstenwall 210.

Um 1939 wohnte die Familie Simons im Haus Konkordiastraße 8. Erna Simons arbeitete als Schneiderin. Am 1. Juni 1939 heiratete die 37-jährige Erna. Ihr Mann Erich Arensberg zog nach der Hochzeit aus Dortmund zu ihr nach Düsseldorf. Zum Zeitpunkt der Verlobung mit Erich Arensberg war Erna Simons in der Helmholtzstraße 26 in Düsseldorf gemeldet. Ihre Eltern wohnten zuletzt in der Prinz-Georg-Straße 114. Sie emigrierten kurz nach der Hochzeit, am 26. Juni 1939 nach Winterswijk in die Niederlande. Ob auch Erna und ihr Mann die Flucht aus Deutschland planten, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall zogen sie in die Wohnung der Eltern.

Am 27. Oktober 1941 wurden Erich und Erna Arensberg von Düsseldorf aus in das Ghetto von Litzmannstadt/Łódź deportiert und in das Zimmer 11 der Kollektivunterkunft in der Fischstraße 15 eingewiesen. Dort mussten sie mit 87 weiteren Personen leben.

Am 14. Mai 1942 wurde Erna Arensberg mit ihrem Mann aus dem Ghetto von Litzmannstadt/Łódź „ausgesiedelt“ und im Vernichtungslager Chełmno ermordet.

In den Niederlanden war ihr Vater Moritz Simons am 24. April 1942 in Winterswijk verstorben. Ihre Mutter Berta Simons wurde 71-jährig aus den Niederlanden in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort am 27. November 1942 ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf