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Gedenkbuch

Cohen, Louis Josef

Louis Cohen kam am 6. November 1848 in Anholt zur Welt. Seine Eltern waren Josef und Sara Cohen, geborene van Leer. Er heiratete am 3. Juni 1879 in Düsseldorf Jeanette Regina  Fuchs (1848-1908). Sein Sohn Siegfried wurde am 27. Juli 1880 in Düsseldorf geboren. Der Sohn Josef Cohen folgte am 28. Mai 1882. Die Töchter Clara (geboren am 22. Mai 1885), Sofie (geboren am 1. August 1888) und Martha (geboren am 27. Oktober 1892) kamen ebenfalls in Düsseldorf zur Welt. Vier der Kinder blieben unverheiratet und lebten bei ihm im Haus Oststraße 18. Seine Frau Jeanette Cohen verstarb am 9. Oktober 1908 im Alter von 60 Jahren.

Louis Cohen war Inhaber der Firma „Bacharach, Spanier & Co, Nachfolger“ mit Sitz in der Birkenstraße 39. Später wurden seine Kinder Mitinhaber. Nach Beginn der NS-Diktatur liefen die Geschäfte immer schlechter. Sein Sohn Siegfried Cohen starb am 6. September 1934.

Seine Tochter Clara Cohen flüchtete im August 1939 zusammen mit dem damals 91-jährigen Louis Cohen in die Niederlande. Am 24. August 1939 bezogen sie in Amsterdam ein Quartier in der Prins Hendrikkade 144. Er und seine Tochter Clara wohnten ab dem 28. März 1940 in Amsterdam in der Pension „Staal“ in der J. Verhulststraat 59.

Am 26. November 1942 wurde seine Tochter, möglicherweise bei einer Razzia, verhaftet und in das Internierungslager Westerbork überführt. Sie wurde von dort im Dezember 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort am 15. Dezember 1942 ermordet.

Auf seiner Amsterdamer Meldekarte ist ab dem 20. Januar 1943 die Adresse Weesperplein 1 hs verzeichnet. Für Louis Cohen ist zusätzlich belegt, dass er sich vom 2. März bis zum 10. März 1943 im Lager Westerbork befand. Untergebracht war der 94-Jährige in der Barracke 83. Louis Cohen wurde am 10. März 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort am 13. März 1943 ermordet.

Autorin: Hildegard Jakobs, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf